Samsungs neues Smartphone Wave, das seit einigen Tagen als erstes Handy des südkoreanischen Elektronikkonzerns mit dem neuen Betriebssystem Bada erhältlich ist, wurde in Deutschland teilweise mit einem Trojaner ausgeliefert. Das geht aus mehreren üereinstimmenden Medienberichten hervor und wurde in den USA von Samsung bestätigt.
Nur einige Handys betroffen
Während Samsung in Deutschland am Freitag aufgrund des Brückentages nach Fronleichnam zu keiner Stellungnahme zu erreichen war, erklärte das Unternehmen dem amerikanischen Internet-Portal mobileburn.com, dass nur eine erste Produktionsserie an Wave-Handys mit dem Virus in den deutschen Handel gelangt sei. Künftige Fertigungsserien und andere Länder seien nicht betroffen. Auch in einschlägigen deutschen Internet-Foren wird bereits ausführlich über die infizierten Speicherkarten diskutiert.
Der Trojaner lauert nicht auf dem Smartphone selbst, sondern auf der mitgelieferten micrsoSD-Speicherkarte mit einem Gigabyte Speicherplatz. Der Schädling mit dem Namen "Delf" soll sich über die Datei slmvsrv.exe automatisch auf Windows-Rechnern installieren, wenn das Handy mit dem PC verbunden wird und auf dem Computer die Autorun-Funktion aktiviert wurde. Anschließend versuche sich der Trojaner auf alle weiteren USB-Speichermedien zu kopieren, die an den Rechner angeschlossen werden.
Keine infizierten Handys bei o2
Aktuelle Anti-Virus-Programme erkennen den Schädling bereits. O2 hat in einer Stellungnahme über Twitter bekannt gegeben, dass bei dem Münchner Mobilfunk-Anbieter keine Wave Handys mit infizierter Speicherkarte verkauft wurden. Somit bleibt fraglich, wie viele Trojaner-Handys im Endeffekt wo verkauft wurden.
Hayo Lücke