Montag, 31.05.2010 16:31

Jugendschützer warnen vor Selbstmord-Tipps im Web

aus dem Bereich Sonstiges

Jugendschützer haben vor gefährlichen Anleitungen zu Selbstverletzungen oder Selbstmord im Internet gewarnt. Immer häufiger seien Foren im Netz zu finden, die Magersucht verherrlichen oder in denen sich Mitglieder über Suizid-Methoden austauschen, teilte die Zentralstelle der Länder für den Jugendschutz im Internet, jugendschutz.net, am Montag in Mainz mit.

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Größtes Problem ist Pornografie

Es tauchten auch immer wieder Videos auf, in denen sich Jugendliche bis aufs Blut ritzten. Im vergangenen Jahr kontrollierte die Initiative 19.000 Angebote und registrierte dabei 2.400 Verstöße gegen den Jugendschutz.

Fast ein Viertel der Verstöße entfielen auf Angebote, die selbstgefährdendes Verhalten wie Magersucht propagieren - im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich der Anteil. Das größte Jugendschutzproblem auf deutschen Internetseiten ist mit 42 Prozent weiter die Pornografie. Unzulässige Angebote im Ausland finden sich dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht zum Jugendschutz im Internet zufolge weiterhin vor allem in den USA (52 Prozent).

In drei von vier Fällen erfolgreich

Jugendschutz.net gelang es nach eigenem Bekunden, in drei von vier deutschen Fällen zu erreichen, dass nicht zulässige Angebote schnell geändert oder gelöscht wurden. Wollen Anbieter nicht kooperieren, schaltet die Initiative die Kommission für Jugendmedienschutz ein, die Bußgelder verhängen kann. Bei ausländischen Angeboten wird auf die Zusammenarbeit mit Plattform-Betreibern und die internationalen Netzwerke gegen Kinderpornografie oder Hass im Netz gesetzt.

Auf unzulässige Angebote stößt jugendschutz.net durch Hinweise, die über die Hotline abgegeben werden können (hotline@jugendschutz.net), Kontrollen der wichtigsten Dienste und gezielte Recherchen.

Michael Posdziech / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Andre St. am 12.08.2011 um 12:07 Uhr
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