Auf Spanien folgt die Türkei: die CeBIT hat ein neues Partnerland für die Messe im Jahr 2011 gefunden. Das Land am Bosporus gelte als attraktiver, aufstrebender Markt für Unternehmen aus der Hightech-Industrie, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Messe AG. Auch, weil Deutschland seit vielen Jahren als wichtigster Handelspartner der Türkei auftrete.
Deutsch-Türkischer ITK-Gipfel
Türkische Aussteller sind seit mehr als 20 Jahren auf der CeBIT vertreten und dürfen sich im kommenden Jahr auf einen Sonderstatus freuen. Zu wünschen wäre den Türken, dass ihre Stände besser besucht sein werden als jene Spaniens Anfang März dieses Jahres. Unweit des Trubels am großen BITKOM-Stand war an den Ständen das südeuropäischen Landes häufig vor allem eines zu beobachten: gähnende Leere.
"Das Partnerjahr ist auch ein hervorragender Anlass, um mit den Regierungen beider Länder über Hightech-Strategien und Wirtschaftspolitik zu sprechen", sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer am Mittwoch. Zum Deutsch-Türkischen ITK-Gipfel am Eröffnungstag der CeBIT 2011 werden hochrangige Regierungsmitglieder beider Länder erwartet.
Der türkische Markt für IT und Telekommunikation legt derzeit stark zu. Für 2010 rechnet das internationale Marktforschungsinstitut EITO mit einem Wachstum von 8 Prozent auf 20 Milliarden Euro. Damit wächst die Türkei stärker als die meisten EU-Länder. Im vergangenen Jahr stieg das Umsatzvolumen trotz der Wirtschaftskrise um 2 Prozent auf 18 Milliarden Euro. IT-Outsourcing und Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur sind die wichtigsten Wachstumstreiber.
Die Deutsche Messe AG veranstaltet in der türkischen Metropole Istanbul auch einen CeBIT-Ableger.
Hayo Lücke