Am Donnerstag Nachmittag ist in Mainz die Versteigerung der Bundesnetzagentur von Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang zu Ende gegangen. Alle vier zugelassenen Mobilfunk-Netzbetreiber haben Frequenzblöcke ersteigert und offiziell zeigen sich alle Beteiligten zufrieden mit dem Ausgang dieser bislang größten Frequenzauktion.
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Knapp 4,4 Milliarden Euro erzielt
Nach 224 Runden an insgesamt 27 Auktionstagen liegt die Gesamtsumme für die 41 Frequenzblöcke bei knapp 4,4 Milliarden Euro. Sie setzt sich aus folgenden Einzelsummen zusammen: Vodafone hat rund 1,42 Milliarden Euro für 12 Blöcke investiert, Telefónica o2 1,37 Milliarden Euro für 11 Frequenzblöcke. Knapp 1,3 Milliarden Euro hat die Deutsche Telekom für insgesamt 10 Blöcke geboten, bei E-Plus kamen hingegen nur rund 283 Millionen Euro für 8 Blöcke zusammen. Die E-Plus Gruppe ist auch der einzige Bieter, der keinen der begehrten Frequenzblöcke im Bereich der 800 Megahertz (Digitale Dividende) ergattern konnte.
Vodafone: Jetzt "Weiße Flecken" erschließen
In einer ersten Stellungnahme spricht Vodafone von einer gelungenen Auktion in der alle Ziele erreicht und die angepeilten Frequenzen ersteigert werden konnten. Der Düsseldorfer Konzern sicherte sich zwei Frequenzblöcke im Band der sogenannten Digitalen Dividende. Mit den ebenfalls ersteigerten 20 Megahertz (MHz) im gepaarten 2,6 Gigahertz-Band (GHz) will Vodafone hohe Geschwindigkeiten bei der Zukunftstechnologie LTE ermöglichen. Weitere 25 MHz ungepaartes Spektrum im 2,6 GHz-Band bieten darüber hinaus zusätzliche Reserven für zukünftiges Wachstum.
Wie bereits vor der Auktion angekündigt, will Vodafone in den kommenden Monaten die Auktionsauflagen erfüllen und die nicht versorgten Regionen, die sogenannten "Weißen Flecken" mit schnellem Internet über Funk erschließen. "Wir stärken unsere Position als Internetanbieter und unsere Führungsposition bei Datenservices. Vodafone hat in die eigene Zukunft und in die Zukunft des Standortes Deutschland investiert", sagte Friedrich Joussen, Deutschland-Chef von Vodafone.
o2: Regionales LTE-Netzwerk bis Jahresende
Telefónica o2 sieht sich ebenfalls in seiner Strategie bestätigt und kündigte umgehend an, das erste regionale LTE-Netzwerk bis zum Ende des Jahres zu starten. Als Grundlage dafür habe man zwei Blöcke im 800-Megahertz-Bereich ersteigert. Außerdem konnte sich o2 einen Block im 2,0-Gigahertz- und vier Blöcke im 2,6-Gigahertz-Bereich sichern.


