Dienstag, 18.05.2010 11:34

Vodafone: Mehr DSL-Kunden, aber weniger Gewinn

aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk

Die Wirtschaftskrise hat auch beim Mobilfunk- und Festnetzanbieter Vodafone Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Das Unternehmen legte am Dienstag in Düsseldorf die Bilanz für das von April des vergangenen Jahres bis Ende März dieses Jahres reichende Geschäftsjahr 2009/2010 vor. Vodafone spricht von "soliden Zahlen" trotz eines "sehr schwierigen Wirtschafts- und Wettbewerbsumfelds". Besonders der Umsatz mit Services präsentierte sich allerdings weiterhin mit einem Minus. Die Zahl der DSL-Kunden konnte im Gesamtjahr 2009/2010 auf einem weitgehend gesättigten Markt um 630.000 von 3,221 Millionen auf 3,851 Millionen zulegen. Dies entspricht einem Kundenwachstum von 19,6 Prozent. Darin enthalten sind auch der Anstieg im Wholesale-Bereich um 200.000 DSL-Kunden sowie 34.000 Nutzer von Mobile DSL. Im Zeitraum von Januar bis März dieses Jahres gewann Vodafone 141.000 neue DSL-Kunden hinzu, ein Quartal zuvor hatte das Wachstum allerdings noch 189.000 DSL-Neukunden betragen.

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Mobile Datendienste übertreffen Erwartungen

Auch das Geschäft mit mobilen Datendiensten entwickelte sich erfolgreich und hat nach Unternehmensangaben die Erwartungen übertroffen. Vodafone erzielte hier ein Umsatzwachstum um 19 Prozent von 253 Millionen Euro im Vorjahr auf 320 Millionen Euro im Zeitraum von Januar bis Ende März dieses Jahres. Auf das gesamte Geschäftsjahr gesehen blieben immerhin noch ein Umsatzwachstum von 19,7 Prozent und ein Gesamtumsatz mit mobilen Datendiensten von 1,149 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben hätten sich unter anderem die SuperFlat-Tarife als Erfolgsgarant erwiesen. Fast 1,2 Millionen Kunden hätten sich im vergangenen Geschäftsjahr für einen SuperFlat-Tarif entschieden.

Weiterer Rückgang von Mobilfunkkunden

Im Mobilfunk-Bereich ist nach Vodafone-Angaben eine "Trendwende" erkennbar. Während der Service-Umsatz auf ein Minus von 1,8 Prozent von Januar bis Ende März dieses Jahres abgebremst werden konnte, seien andere Messzahlen konstant geblieben. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) lag im ersten Quartal dieses Jahres im Mobilfunkbereich gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert bei 15,70 Euro, im Jahresvergleich sank er aber um 2,8 Prozent. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden wuchs im Gesamtjahr um 142.000 Kunden. Die Gesamtzahl der Vodafone-Mobilfunkkunden ging auf Jahressicht jedoch um 2,6 Prozent von 35,445 Millionen auf 34,538 Millionen zurück. Der Anteil der Prepaid-Kunden liegt bei 53,4 Prozent. Der Düsseldorfer Konzern konnte seinen Marktanteil von 31,9 Prozent an allen Mobilfunk-Kunden stabil halten. Vodafone zählte im Geschäftsjahr 2009/2010 insgesamt 38,3 Millionen Mobilfunk, Festnetz- und DSL-Kunden.

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