Bildschirme mit einer ausreichend großen Pixelfülle für die Wiedergabe von High Definition-Videos setzen sich nach und nach durch, in der Regel stehen sie aber im Wohnzimmer und sind größer als 32 Zoll – oder zumindest größer als 20 Zoll, wenn sie als Arbeits- oder Gaming-Hardware auf dem Schreibtisch thronen. Auch im Notebook-Bereich finden sich immer mehr Modelle mit entsprechender Pixelanzahl. Dell schaufelt ein Mindestmaß für HD im 16:9-Format, sprich 1.366x768 Bildpunkte, sogar auf ein 10-Zoll-Display: Das runderneuerte Netbook Inspiron Mini 10 mit neuem Intel Atom Prozessor integriert zur Wiedergabe der Videos auch einen HD-Beschleuniger. Ist eine HD-Auflösung bei einem so kleinen Gerät überhaupt praktisch? Wir haben es ausprobiert.
Überblick – Dell Mini 10 im Test
- Design, Farbwahl und Tastatur
- Display, HD-Grafik und technische Daten
- Akkulaufzeit, Fazit und Infotabelle
Ungewöhnliche Form
In der Standardausführung verfügt das Mini 10, hier mit der Modellnummer 1012, über einen schwarzen Hochglanzdeckel, Farbe kommt ab 49 Euro extra ins Spiel. Neben Rot, Pink, Purple, Blau und Grün steht im Dell Onlineshop auch Weiß zur Auswahl. Unser Testgerät hat sich in eine rote Schale geworfen, die nach einigem Hin- und Hertragen durch Fingerabdrücke etwas Schönheit einbüßt. Die Unterseite wurde weiß lackiert und dient als Trageschale für die Innenausstattung. Das Display sitzt obenauf, sodass an der Rückseite ein Stück übersteht – ähnlich wie beim Dell Adamo oder Vostro V13. Optisch ist diese von der üblichen Klappform abweichende Anordnung definitiv auffällig, als Nachteil könnte sich der Zwischenraum (siehe Bild) erweisen: Nach einiger Zeit sammeln sich dort eventuell Staub und Krümel. Durch die abgerundete Fläche ist aber eine Reinigung möglich. Die Innenausstattung ist bei allen Farbvarianten identisch: schwarz und matt – mit dieser Wahl kann man sicher nie etwas falsch machen. Die Glanzoptik greift Dell lediglich für den sehr breiten Rahmen rund um das Display noch einmal auf.
Das Gehäuse ist hochglänzend und zieht daher Fingerabdrücke an. Die Tastatur ist aber matt. Bilder: onlinekosten.de.
Im Lieferumfang sind neben einem 6-Zellen-Akku noch ein Handbuch sowie eine Recovery des Betriebssystems, Works 9.0 auf DVD und eine Kopie der installierten Treiber und Tools vorhanden. Zwar hat das Netbook kein Laufwerk, trotzdem sind solche Sicherheitskopien nicht mehr bei allen Herstellern zu finden und daher ein Pluspunkt.
Sehr gute Tastatur, aber merkwürdiges Touchpad
Durch die matte Oberfläche sieht die Tastatur auch nach etlichen Schreibarbeiten noch vorzeigbar aus, Komfort und eine angenehme Haptik gibt es obendrauf. Ein sehr zufriedenes Nicken erntet Dell zudem für die großen Tasten. Nicht nur die Buchstaben haben eine gute Größe, wie bei einer herkömmlichen Desktop-Tastatur, auch bei den Umschalt- und Pfeiltasten sowie den spitzen Klammern hat der PC-Hersteller keine Millimeter zusammengestrichen. An der "Netbook-Krankheit", dass die Finger durch Platzmangel aus Versehen auf falschen Tasten landen, leidet das Mini 10 somit nicht.