Anzeige:
Donnerstag, 06.05.2010 12:33

Phishing-Alarm für ING-DiBa-Kunden & Adobe-Nutzer

aus dem Bereich Computer

Das Thema Phishing sorgt im Internet immer wieder für Furore. Arglose Internetnutzer fallen auf gefälschte E-Mails herein, klicken auf unbekannte Links oder bekommen Schadsoftware untergeschoben. Auch aktuell sind zwei E-Mails im Namen der Bank ING-DiBa sowie dem Softwarehaus Adobe im Umlauf, die unfreiwillig die volle "künstlerische" Bandbreite der Phishing-Betrüger abbilden. Vorsicht ist geboten.

Anzeige

ING-DiBa: Betrüger wollen Kontonummer und PIN

Es ist wohl dem bloßen Zufall zu verdanken, dass eine Phishing-Mail mit dem Absender on-line-Sicherheit@ing-diba.de in unserem Posteingang landete, die angeblich von der niederländischen Bank ING-DiBa stammen soll. Darin werden Kunden des Geldhauses in grammatisch katastrophalem Deutsch aufgefordert, einem mitgelieferten Link zu folgen, "ihr Konto zu aktualisieren, um es sicher zu halten." Die Mail endet mit der Formel: "Alvast bedankt, ING-DIBA on-line-Bankverkehr". Wer jetzt nicht bereits durch das Rechtsschreibungs-Fiasko Verdacht geschöpft hat, sollte spätestens bei Anklicken des mitgelieferten Links misstrauisch werden.

So stimmen Linkbezeichnung und URL nicht überein: Ziel des Verweises ist kurioserweise die Domain eines tschechischen Reiseveranstalters. Dennoch ist hier ein täuschend echt wirkender Nachbau der ING-DiBa-Website mit Log-in-Formular abgelegt, der zur Eingabe von Konto- oder Depotnummer und Internetbanking PIN animieren soll. Eingeben sollte man hier freilich nichts, sonst ist das Konto wahrscheinlich im Handumdrehen leer geräumt. Vermutlich folgt dem Log-in eine Aufforderung, per TAN-Nummer neue "Sicherheitseinstellungen" zu bestätigen oder ähnliches. Mit diesen Daten wäre es den Betrügern möglich, Finanztransaktionen zu veranlassen. Prüfen konnte unsere Redaktion den weiteren Ablauf jedoch nicht.

ING DiBa Phishing-Versuch
Täuschend echt gefälscht: Nachgebaute Log-in-Seite der Bank ING-DiBa. Screenshot: onlinekosten.de

Adobe: Trojaner als "Sicherheits-Update"

Vor einer anderen Phishing-Attacke warnen derzeit das Sicherheitsunternehmen RedCondor und der Softwarehersteller Adobe. Dieser ist in letzter Zeit häufiger durch seine schleppende Update-Politik in die Kritik geraten - offenbar versuchen einige Betrüger daher nun, die laufende Diskussion um die Sicherheit des Adobe PDF-Readers auszunutzen. In der englischsprachigen Fake-Mail behauptet ein angeblicher Adobe-Mitarbeiter mit dem Namen "James Kitchin" vom "Adobe Risk Management", ein neuer Patch für eine weitere kritische Sicherheitslücke mit der Bezeichnung "CVE-2010-0193 Denial of Service Vulnerability" stehe zur Verfügung und sollte schnellstmöglich installiert werden.

Mitgeliefert werden zwei Links auf ein PDF-Dokument sowie den angeblichen Patch, der sich laut RedCondor als Trojaner entpuppt und von vielen Antiviren-Tools noch nicht erkannt wird. Das PDF enthält gefälschte Installationshinweise. Adobe weist explizit darauf hin, dass nur die Nutzer, die sich für entsprechende Benachrichtigungen registriert hätten, E-Mails zu den eigenen Produkten erhielten. Zudem verwiesen die hauseigenen Mails niemals direkt auf Downloads zu Updates, sondern lediglich auf Anweisungen oder Sicherheitsinformationen. Patches würden ausschließlich über die Update-Funktion des jeweiligen Programms oder die Adobe Website unter http://www.adobe.com/downloads/updates zur Verfügung gestellt. Weitere Tipps zum Schutz vor Phishing bietet unser Ratgeber zum Thema.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Montag, 24.11.2014
Netflix: Prepaid-Karte bei REWE und Penny erhältlich
ICPooch: Videochat per Tablet für Hunde - Futter per App austeilen
Notebook Medion Akoya E6412T ab 4. Dezember bei Aldi Süd
iTunes-Karten: 20 Prozent Rabatt bei Lidl, Penny und Kaufland
Medion-Lifetab S10346 kommt nun doch - ab 4. Dezember auch bei Aldi Süd
Telefonica prüft Verkauf von britischem o2-Mobilfunkgeschäft
Unitymedia KabelBW: Neuer HD-Sender startet - TV-Angebot wird weiter angeglichen
Nach schwachen Zahlen: Tauscht Samsung Mobilfunk-Chef aus?
eBay: Online- und stationärer Handel wachsen immer mehr zusammen
Spotify Family startet in Deutschland: Streaming-Familientarif ab 14,99 Euro
Spionage-Software Regin spähte jahrelang Firmen und Behörden aus
Amazon startet "Cyber Monday Woche": Über 5.500 Blitzangebote zum Schnäppchenpreis
Kritische Twitter-Meldungen: Saudi-Arabien macht verstärkt Jagd auf Netzaktivisten
Sonntag, 23.11.2014
Uber will Taxi-Minijobs und keine Ortskenntnisprüfung mehr
EU-Kommissarin Vestager: "Enge Grenzen" für Fusionen in der Telekommunikationsindustrie
Weitere News
VDSL Angebote
Mit 50 Mbit/s im Internet surfen - VDSL macht es möglich. In immer mehr Regionen ist der schnelle DSL Anschluss verfügbar.
Neben T-Home VDSL kann inzwischen auch Vodafone VDSL sowie 1&1 VDSL und Alice VDSL bestellt werden.
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
Hoster
Mit dem eigenen Clan auf der Suche nach einem Gameserver mit integriertem Teamspeak für mehr Spielspaß?
Oder brauchen Sie etwa einen vServer mit Unterstützung für POP3, IMAP und SMTP um ihre E-Mails zu verwalten?
Auch wenn nur Webspace für eine eigene Homepage oder die Internetseite des Vereins gesucht wird: Der richtige Hoster bietet alles.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs