Vor rund einem Jahr schickte LG Electronics mit dem KM900 ein gut ausgestattetes Triband-Smartphone mit Touchscreen in die Arena. Laut LG steht nun das Quadband-Gerät KM570 Arena II als offizieller Nachfolger in den Startlöchern – was durchaus irritiert. Denn wer die Spezifikationen beider Geräte vergleicht, erkennt im Arena II keinen Thronerben, sondern ein kleineres Schwestermodell für die Generation Facebook - ganz ohne würfelförmiges 3D-Menü.
Weniger Gewicht und Speicherplatz
Das KM570 ist mit einer Größe von rund 106x53x12 Millimetern nahezu genau so groß wie das KM900. Das Gewicht ist um 18 Gramm gesunken und liegt nun bei 87 Gramm. Optisch halten sich die Unterschiede zwar in Grenzen. Auch die neue Variante setzt auf Metallapplikationen, kommt mit 3-Zoll-Display und 262.000 Farben. Technisch gibt es hingegen einige Differenzen. So hat sich die Displayauflösung mit 240x400 Pixeln exakt halbiert. Auch der interne Speicher ist mit 4 Gigabyte (GB) wesentlich kleiner geworden und bietet mit maximal 16 GB microSD-Unterstützung ebenfalls weniger Erweiterungspotenzial.
Die Auflösung der 5-Megapixel-Kamera hat sich mit 2560x1920 Pixeln wiederum kaum verändert, jedoch ist das Arena II mit lediglich vier- statt achtfachem Digitalzoom ausgestattet. Aufnahmen jeglicher Art lassen sich dafür im Gegensatz zum Vorgänger mit wenigen Klicks in soziale Netzwerke oder Twitter laden. Das Abspielen von Videos ist darüber hinaus in drei Formaten möglich. Auch dabei wurde der Funktionsumfang verringert, denn eine Unterstützung für DIVX ist laut Datenblatt zum Beispiel nicht mehr vorgesehen.
Das KM570 Arena II erinnert zumindest optisch an das Vorgängermodell KM900 Arena. Bild: LG
Kleinerer Akku, aber mehr Gesprächszeit
Im Audio-Bereich werden sechs Codecs unterstützt. Die Musikausgabe erfolgt entweder mit dem 3,5 Millimeter Klinkenanschluss per mitgeliefertem Stereo-Headset oder über die eingebauten Lautsprecher via Dolby Mobile. Für mobiles Internet stehen GPRS, EDGE oder UMTS beziehungsweise HSDPA zur Auswahl. Letzteres bleibt allerdings auf maximal 3,6 Megabit pro Sekunde beschränkt – das KM900 konnte hier mit 7,2 Mbit/s und zusätzlichem WLAN aufwarten.
Trotz kleinerem Akku schlägt das Arena II seinen Vorgänger allerdings bei der maximal erreichbaren Gesprächszeit und erreicht mit fast 7 Stunden fast die doppelten Leistungswerte. Im Standby-Modus hält es mit über 12 Tagen ähnlich lang durch wie das KM900. Das Arena II ist ab Mai für den Preis von 249 Euro im Handel erhältlich. Zur Auswahl stehen vier Farben: Schwarz, Blau, Silber und Violett.
Christian Wolf