Montag, 26.04.2010 19:01

WePad: Tablet-PC im Detail per Video vorgestellt

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Der Tag der öffentlichen Vorstellung des WePad auf einer gut besuchten Pressekonferenz am 12. April in Berlin war nicht der Tag des Helmut Hoffer von Ankershoffen. Der Chef des mittelständischen Berliner Unternehmens neofonie, das den von der Presse zum iPad-Konkurrenten hochstilisierten Tablet-PC auf den Markt bringen will, musste zugeben, dass der Prototyp noch mit Windows 7 statt mit dem auf Linux basierenden WeOS betrieben wird. Das Gerät war noch nicht vollständig einsatzbereit, geschweige denn vorführbereit. Stattdessen lief ein Video. Zweifel am WePad kamen auf. Doch jeder hat eine zweite Chance verdient: neofonie führte am Montag auf einer Veranstaltung im kleinen Kreis vor einigen Journalisten und Bloggern das Wepad in der Praxis vor. Ein knapp zehnminütiges Video mit der Vorstellung durch von Ankershoffen findet sich bereits im Web.

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Navigation per Daumensteuerung

"Wir wollen das Gerücht abstellen, dass das alles nur ein Fake ist", sagte Ankershoffen laut der Nachrichtenagentur dpa. Zwei Stunden lang durften einige ausgesuchte Blogger und Journalisten auf die elektronische Schiefertafel blicken, in Händen halten und sich vorstellen, wie sie im Bett oder auf dem Sofa Zeitschriften lesen, Mails versenden oder im Netz surfen. Die Navigation erfolgt per Daumensteuerung über Scroll-Leisten links und rechts am Bildschirm. Aber auch die Bedienung per Finger direkt mitten auf dem Display wird unterstützt. Das WePad nutzt echtes Multi-Tasking und kann dank Linux mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen. Die virtuelle Tastatur lässt sich auf Wunsch einblenden und etwa bei der Internetnutzung zum Eintippen von URLs oder Google-Suchanfragen verwenden. Die auf der WePad-Startseite einbindbaren Applikationen wie News verschiedener Medien, Wetterberichte, Facebook oder Shopping-Portale lassen sich live nutzen. Angezeigt werden stets aktuelle Informationen. Die Startseite ist flüssig horizontal scrollbar, die verschiedenen Tools lassen sich nach Wunsch auf dem Bildschirm platzieren.

Flüssiges Scrollen und schnelle Einbindung von Widgets

Musik kann etwa über den vorhandenen USB-Anschluss direkt per USB-Stick abgespielt werden. Anschauen lassen sich auch Bilder von einer SD-Speicherkarte. Trotz Linux im Hintergrund ist die Touch-Oberfläche laut Ankershoffen sehr intuitiv bedienbar. "Super simpel für jeden Nutzer gelöst", so der neofonie-Chef. Die in Kategorien angeordneten Widgets lassen sich in wenigen Schritten auf der Startseite hinzufügen. Neben kostenpflichtigen kleinen Anwendungen wird es auch zahlreiche gratis Programme für das WePad geben. Das WePad lässt sich auch drehen und horizontal nutzen. Bei der Vorführung konnte dies jedoch nicht gezeigt werden, da es sich noch um eine Vorabversion handele.

WePad bei der Vorstellung durch den neofonie Chef: Es funktioniert! Video: Androidpit/neofonie

Lesen Sie auf Seite 2: Die Schnittstellen des WePad - flexibler als das iPad
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