Die technischen Daten entsprechen dem aktuellen Netbook-Stand: ein Intel Atom N450 Prozessor mit 1,66 Gigahertz (GHz) und integriertem Intel GMA 3150, ein Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 160 GB Speicherplatz. Im Handel ist außerdem eine Version mit 250-GB-Festplatte erhältlich. MSI stellt heraus, dass sich die Komponenten leicht upgraden lassen, der RAM kann wie beim U135 auf zwei GB verdoppelt werden. Dass die Leistung der neuen Intel Plattform im Vergleich zum Vorgänger nicht gerade sprunghaft ansteigt, konnten wir schon beim Wind U135, dem Sony Vaio M und dem Samsung NB30 sehen, die bei den Benchmarks (siehe Seite 3) ähnliche Werte erzielten. Vielmehr ist auch eine lange Akkulaufzeit das Ziel – und die fällt beim MSI Wind U160 - zunächst auf dem Papier - enorm aus.
Überblick – MSI Wind U160 im Test
- Von außen: Look, feel und Tastatur
- Technische Daten, Akku und Display
- Schnittstellen, Fazit und Infotabelle
Damit der Wert in der Praxis gehalten wird, wurde nicht nur ein 6-Zellen-Akku geordert, sondern auch auf die vielfach verwendete Eco-Engine und eine LED-Hintergrundbeleuchtung gesetzt. Der 10 Zoll große Bildschirm mit 1.024x600 Pixeln verfügt über eine gute Farbwiedergabe und erscheint kräftiger als beispielsweise das Samsung NB30, wenn auch subjektiv etwas weniger hell und kontraststark als das Display des Wind U135. Es lässt sich leider nicht besonders weit umklappen. Einen 180-Grad-Winkel erreicht ohnehin nicht jedes Notebook, was auch nicht nötig ist, das Wind U160 ist aber doch etwas "steifer". Was wieder stört, ist der Spiegeleffekt. Jetzt, wo endlich Temperatur und Sonnenschein ins Freie locken, lässt sich feststellen, dass ein Glare-Type-Display unter freiem Himmel nur schlecht nutzbar ist. Die Lautsprecherqualität entspricht dem üblichen Netbook-Standard und ist demnach weder besonders gut noch besonders schlecht.

Kein Wunder, dass das Wind U160 einen Design-Preis abstauben konnte. Der helle Gold-Look und die moccabraune Hülle machen einen guten Eindruck. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.
Rund 10 Stunden Akkulaufzeit ohne Display-Pause
Jetzt geht es an die Akkulaufzeit, die erwähnten 15 Stunden konnten wir im Test nicht nachweisen. Die Hersteller sind bei der Angabe der Laufleistung von Akkus in Notebooks oder MP3-Playern oft dem Aufrunden zugewandt, aus 9 Stunden werden in der Praxis 8, aus 20 Stunden Musikwiedergabe 18, manchmal aber auch 21 Stunden. Wenn aus 15 Stunden beim Wind U160 "nur" etwas mehr als 9,5 Stunden werden, muss es aber an einer zu großzügigen Angabe seitens MSI liegen. Zwar durfte sich das Display bei den Messungen aufgrund der Vergleichbarkeit zu anderen Tests nicht ausschalten, dennoch sind die 15 Stunden zu hoch gegriffen. Zu erreichen ist der Wert mit dem Turbo Battery Modus aus MSIs Eco Engine. Aber: Diese Einstellung schraubt die Helligkeit des Displays so weit herunter, dass das Angezeigte kaum noch lesbar ist und liefert daher keinen praxisnahen Wert - jedenfalls nicht, um zu surfen, Medien zu komsumieren oder Büro-Anwendungen zu nutzen. Schlussendlich ist die Leistung aber sehr gut, unter voller Auslastung wurden mehr als 5,5 Stunden erreicht, Videos müssten mindestens 6 Stunden abgespielt werden können - das U160 ist demnach definitiv mobil.