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Donnerstag, 06.05.2010 08:01

Wind U160 Netbook im Test: MSIs neues Goldstück

aus dem Bereich Computer
MSI Wind U160 Netbook im Test

MSI ist auf dem Netbook-Markt bereits ein alter Hase: Das erste Wind kam 2008 auf den Markt und setzte den kleinen Linux-Notebooks Windows XP und einen Intel Atom Prozessor entgegen. Danach folgten weitere Wind Netbooks, Nettops und All-in-one-Versionen, zur CES in Las Vegas präsentierte der Hersteller aus Taiwan schließlich die neuen Wind Netbooks mit Intel Pine Trail Chipsatz - das Wind U135 und das U160. Das erste Gerät haben wir bereits getestet und für gut befunden, jetzt schlug auch das schlankere und extravagantere Wind U160 mit 10-Zoll-Display in unserer Redaktion auf. Die Top-Merkmale: ein klarer Fokus auf Design und angeblich bis zu 15 Stunden Laufzeit.

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Überblick – MSI Wind U160 im Test

  1. Von außen: Look, feel und Tastatur
  2. Technische Daten, Akku und Display
  3. Schnittstellen, Fazit und Infotabelle

Zugegeben, als sich das Gehäuse, das auf den ersten Produktfotos zur CES noch braun-beige wirkte, im Datenblatt als goldfarbene Hochglanz-Ausführung entpuppte, machte sich ein wenig Skepsis breit. Gold in Verbindung mit Hardware mag man zunächst mit prolligen Handys für Möchtegern-Playboy-Bunnies assoziieren, beim MSI Wind U160 sind die Befürchtungen aber unbegründet. Ansonsten hätte das 267x165 Millimeter (mm) große und 1,2 Kilogramm leichte Netbook sicher auch keinen iF Produkt Design Award erhalten. Nutzer, die sich trotzdem nicht mit einem goldenen Notebook auf die Straße wagen, können auf die zweite Farbvariante umsteigen: schwarz (U160-4516W7S Black). Wer "Design" sagt, muss meistens auch "dünn" sagen: Das U160 ist mit 25 mm schlanker als seine Wind-Serienkollegen. Die Leiste oberhalb der Tastatur – hübsch in gebürsteter Alu-Optik gehalten – ist aber nicht gerade widerstandsfähig gegen Kratzer. Unser Testgerät wies bereits ein paar kleine Macken auf.

MSI Wind U160 Seite
Das Wind U160 ist 2,5 Zentimeter dünn und wiegt nur 1,2 Kilogramm. Bild: MSI

Mit Chiclet-Tastatur

Im Gegensatz zum Wind U135 integriert das U160 das Touchpad nahtlos in die Handballenauflage. Ein Noppenmuster sorgt für den nötigen Grip, ist in der Praxis aber ein wenig störend. Multitouch gibt es offenbar noch nicht, zwar nennt sich das Eingabegerät bei der Treiberauswahl "Sentelic Multi Touchpad", aber auch nach der Installation führten Gesten mit mehreren Fingern zu keinem Ergebnis. Die Tastatur ist mattiert und hat sich an der Chiclet-Schublade mit den einzelnen Tasten bedient. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern erlauben auch angenehmes Schreiben. Positiv sticht dabei auch die Leertaste hervor: Wo andere Hersteller wie Sony (Vaio M) oder Samsung (NB30) aus Platzmangel ein Stückchen wegnehmen, ist sie beim U160 groß genug, um sicher getroffen zu werden. Dies bemerkten wir auch schon beim anderen Wind Gerät.

Ab und zu landen die Finger aber auf den Pfeiltasten anstatt auf der rechten Umschalttaste, was eine weitverbreitete "Netbook-Krankheit" ist, an die zum Teil schmaleren Tasten muss sich der Nutzer erst gewöhnen. Aufgrund der steilen Bauweise sind zudem die Klicktasten nicht ganz so gut zu bedienen wie beim U135. Die durchgehende Leiste ist sehr nah am Rand platziert und daher abschüssig.

MSI Wind U160 Design und Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt wie bei den bislang von MSI getesteten Notebooks aus: Akku, Netzteil, Kurzanleitung und eine CD mit Treibern. Andere Hersteller bieten die Treiber oft nur als Download an. Da Netbooks fast nie ein Laufwerk besitzen, muss trotzdem ein Umweg in Kauf genommen werden. Bilder: onlinekosten.de.
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