Donnerstag, 27.05.2010 10:05

iPad im Test: Apples Hype-Gadget mit Schwächen

aus dem Bereich Computer

Das Display löst mit 1.024x768 Bildpunkten auf, zu den Mindestanforderungen für echtes High Definition fehlen somit in der Breite Pixel, obwohl Apple die 720p-Wiedergabe aufführt. Da wie beim iMac ein IPS-Panel aufgelegt wurde, kann die Bildqualität absolut überzeugen. Wenn nur die Spiegelungen nicht wären, die die brillante Videowiedergabe überschatten. Selbst wenn der Nutzer nicht direkt am Fenster sitzt, sieht er auf dem Display vor allem eins: sich selbst. Dem Produktvideo zufolge soll das iPad das beste Gerät zum Surfen und zur Videowiedergabe sein – zunächst merkwürdig, wo es doch kein Flash unterstützt.

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Überblick – Apple iPad im Test

  1. Optik, Lieferumfang, erster Eindruck
  2. iPad als digitaler Bilderrahmen, Videoplayer, Surf-Tablet
  3. iPad als E-Book-Reader, Netbook-Ersatz und für Einsteiger
  4. Sonstiges, Fazit und Faktentabelle

Das Flash-Problem

Für YouTube gibt es ein eigenes App, Websites mit Flash-Videos lassen sich allerdings nur eingeschränkt nutzen. Das ist oftmals ärgerlich und zugleich der größte Kritikpunkt, auch wenn Steve Jobs das anders sieht. Wer sich das iPad kauft, um auf der Couch immer Zugriff auf seine Lieblings-Websites zu haben, und genau diese dann nicht funktionieren, wird maßlos enttäuscht sein. Dass das iPad nicht multitaskingfähig ist, störte im Test hingegen weniger. Ein Gerät in dieser Bauweise verführt entweder zum Videoschauen, Internetsurfen oder zum Schreiben von E-Mails, und nicht alles gleichzeitig. Wer das Surfen unterbricht und später erneut auf den Safari-Button tippt, erhält sofort wieder Zugriff auf die zuvor geöffneten Websites. Die Anzeige unterscheidet sich von der im Safari für Windows-PCs, einige Websites waren auf dem iPad etwas verrückt oder zerpflückt, im Windows-Safari hingegen einwandfrei.

iPad Fingerabdrücke
Apple schreibt seinem iPad eine "fettabweisende Beschichtung" zu. Das Display kann damit aber nicht gemeint sein: Nach ein paar Stunden Surfen auf der Couch muss der Lappen geschwungen werden. Bilder: onlinekosten.de.

Das iPad als digitaler Bilderrahmen?

Übertragen, anschauen und anhören lassen sich unter anderem AAC-, MP3- und WAV-Dateien, H.264-Videos in 720p, MPEG-4 und M-JPEG. PDF- oder TXT-Dokumente können nicht so einfach übertragen werden, nur ein Download oder ein E-Mail-Anhang wäre möglich. Apple präsentiert das iPad auf seiner Website als digitalen Bilderrahmen, doch auch dies ist gleichermaßen kompliziert – oder teurer. Out-of-the-box können nämlich keine Bilder von der Digitalkamera direkt auf das Gerät geschickt werden. Hierzu braucht es ein iPad Camera Connection Kit, das sich Apple gut bezahlen lässt. Ansonsten hilft auch hier nur der Umweg, die Fotos als Anhang in einer E-Mail zu schicken, was auf Dauer zu umständlich sein dürfte. Für den Gebrauch als Bilderrahmen fehlt außerdem ein Ständer, für den sicheren Transport oder die Aufbewahrung eine Tasche und um ab und an längere Texte zu verfassen, fehlt die Möglichkeit, einfach eine bereits vorhandene USB-Tastatur anschließen zu können. Nicht, dass das iPad dies nicht alles doch irgendwo bieten würde, aber Apple möchte mitverdienen. Für all diese Funktionen verkauft der Hersteller Zubehör für 29 bis 69 Euro, was den für Apple-Verhältnisse günstigen Gerätepreis nach oben treibt.

Der Sound wird über einen Lautsprecher an der Seite ausgegeben. Eine zentrale Beschallung wäre aber schöner gewesen, zumal die Hand je nach Griffhaltung den Lautsprecher verdeckt. Die Qualität ist ordentlich, das iPad klingt besser als so manches Net- oder Notebook und erst recht als ein Handy. An ein Multimedia-Notebook mit betont gutem Klang reicht es aber nicht heran.

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 Oh nein, OK. de, wie konntest du nur? (14 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Eisenbart am 02.06.2010 um 20:26 Uhr
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