Die Wirtschaft springt an, die Menschen kaufen wieder: Einer der Nutznießer ist der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon. "Kindle bleibt unser Verkaufsschlager", sagte Gründer und Unternehmenschef Jeff Bezos am Donnerstag in Seattle. Im ersten Quartal ging der Umsatz um 46 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar hoch. Der Gewinn verbesserte sich sogar um satte 68 Prozent auf 299 Millionen Dollar.
Kindle bekommt mehr Konkurrenz
Amazon hat die Bibliothek an elektronischen Büchern mittlerweile auf mehr als 500.000 ausgebaut. Zumeist handelt es sich um englische Werke, mit dem Vorstoß auf die weltweiten Märkte soll aber auch die Auswahl an anderssprachigen Büchern steigen. Amazon hatte im vergangenen Jahr eine größere Variante des Lesegeräts auf den Markt gebracht.
Allerdings hat der Kindle mittlerweile scharfe Konkurrenz bekommen. Anfang April hat Apple sein iPad herausgebracht, das sich in der ersten Woche schon mehr als eine halbe Millionen Mal verkauft hat. Ende Mai kommt der Tablet-Computer auch in Deutschland auf den Markt. Neben Büchern lockt der schlanke Rechner auch mit interaktiven Nachrichten-Seiten, Videos und Musik.
Vom Buch- zum Elektrohandel
In den Amazon-Zahlen vom Jahresanfang war davon noch nichts zu spüren: Vor allem das Geschäft mit Elektronikartikeln brummte. Mittlerweile setzt Amazon mit Digitalkameras oder Staubsaugern mehr um als mit Büchern, CDs und DVDs. Der wichtigste Markt ist immer noch Nordamerika, doch der Rest der Welt holt auf.