Donnerstag, 22.04.2010 13:08

Nokia mit weniger Gewinn als erwartet

aus dem Bereich Mobilfunk

Auch der finnische Handy-Hersteller Nokia hat nun seine Geschäftszahlen für das abgelaufene erste Quartal des Jahres herausgegeben. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sieht die Bilanz deutlich besser aus, an den Gewinn von 948 Millionen Euro, der im Schlussquartal des vergangenen Jahres erwirtschaftet wurde, reicht der Konzern aber nicht heran.

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Ovi Maps ein Erfolg

In den ersten drei Geschäftsmonaten erreichte Nokia einen operativen Gewinn von 488 Millionen Euro, Anfang 2009 waren es nur 55 Millionen Euro. Der Umsatz stieg von rund 9,27 auf 9,52 Milliarden Euro. Analysten hatten höhere Zuwächse erwartet. Der Kurs der Nokia-Aktie sank nach Bekanntgabe der Zwischenbilanz um mehr als 10 Prozent. Auch bei den Smartphone-Absatzzahlen zieht der Hersteller den Vorjahreszeitraum als Vergleichsbasis heran und bescheinigt sich um 50 Prozent gestiegene Auslieferungen. Insbesondere die Navigation auf dem Handy kam bei der Kundschaft laut Geschäftsführer Olli-Pekka Kallasvuo, ausgesprochen gut an. Seit dem Gratis-Start von Nokia Ovi Maps bedienten sich bereits zehn Millionen Smartphone-Nutzer rund um den Erdball an der Download-Möglichkeit.

Nokias Marktanteil bei Handys ist nach den Konzernangaben von 35 auf 33 Prozent gesunken. Auch die Entwicklung beim Durchschnittspreis mit 62 Euro je verkauftem Mobiltelefon statt 64 Euro zwölf Monate zuvor ging nach unten. Bei den Smartphones steigerte sich Nokia gegenüber dem vierten Quartal 2009 zwar um drei Prozent, hatte aber auch mit gestiegenen Materialkosten zu kämpfen. Nokia galt nicht zuletzt gegenüber dem iPhone von Apple als Spätstarter bei Smartphones.

Der Konzernchef bezeichnete den Wettbewerb um Kunden bei den ertragreichen Smartphones als "weiter sehr hart". Dasselbe gelte für die Marktlage bei Mobilnetzen mit der Tochter Nokia Siemens Networks. Sie fuhr einen Verlust von 226 Millionen Euro ein. Für das zweite Quartal erweitert Nokia einen Umsatz von 6,7 bis 7,2 Milliarden Euro, Nokia Siemens Networks soll 3,1 bis 3,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Der Marktanteil der Smartphones soll verglichen mit dem Vorjahr geringfügig steigen.

Saskia Brintrup / Mit Material der dpa
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