Auch nach der verpatzten Premiere des deutschen Tablet-PCs WePad hält das Medienhaus Gruner+Jahr ("Stern", "Geo") an der Kooperation mit dem Entwickler Neofonie fest.
"Stern" als eMagazine
"Unsere Zusammenarbeit mit Neofonie besteht auf Seiten der Software, nicht der Hardware", sagte der stellvertretende "Stern"-Verlagsleiter Tobias Seikel am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. "Im Auftrag des "Stern" hat Neofonie die Software für das "Stern"-eMagazine entwickelt." Über die offene Plattform WeMagazine von Neofonie will der "Stern" allerdings nicht nur auf dem WePad, sondern auch auf Lesegeräten anderer Unternehmen präsent sein. "Zur Hardware-Entwicklung des WePad können wir daher keine Stellung nehmen", sagte Seikel.
In der vergangenen Woche hatte Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen das WePad als Konkurrenz für das iPad in Berlin vorgestellt. Er hatte betont, das WePad sei dem iPad ebenbürtig und übertreffe es in vielen Funktionen sogar. Doch bei der Vorstellung bekamen die Journalisten lediglich ein Video zu sehen. Erst in letzter Minute sei das erste fertige Modell in Berlin angekommen, da es im Kölner Zoll fest hing, hieß es zur Begründung. Für die Installation des richtigen Betriebssystems sei keine Zeit mehr gewesen.
Erneute Vorführung vor Facebook-Nutzern
An diesem Montag will Neofonie wieder das WePad vorstellen. Im Gegensatz zur ersten Präsentation werde es aber keine Pressekonferenz geben, das Geräte solle lediglich "eine kleine Runde von Mitgliedern aus der Facebook-Comunity ausprobieren", sagte eine Unternehmenssprecherin.
Saskia Brintrup
/ dpa