Es herrschte großer Andrang bei der Pressekonferenz am Montag in Berlin. Das kleine Berliner Unternehmen neofonie wollte den Tablet-PC WePad erstmals live vorstellen und dabei zugleich auch Preise und Verfügbarkeit bekanntgeben. Helmut Hoffer von Ankershoffen, der Geschäftsführer der neu gegründeten WePad GmbH, badete im Blitzlichtgewitter, als er das WePad in die Höhe hielt und den versammelten Journalisten und Kamerateams zeigte. Doch laut einem Bericht des "Handelsblatt" handelte es sich bei dem Gerät keinesfalls um einen lauffähigen Prototypen des WePad. Ist die Berliner iPad-Alternative nur ein großer Bluff?
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Windows-Video in Endlosschleife
Während von Ankershoffen das WePad vorzeigte, hätten die Blogger von androidpads.com bemerkt, dass eine Windows-Fehlermeldung auf dem Bildschirm aufgetaucht sei. Und wirklich: Das Unternehmen bestätigte diesen Vorwurf am Dienstag - reichlich spät - über seine WePad-Fanpage auf Facebook. Das WePad sei erst sehr kurz vor der Pressekonferenz in Berlin eingetroffen. Es hätte noch Probleme mit dem Zoll gegeben. Während der Veranstaltung lief "übrigens in einer Endlos-Schleife ein Video, das die Oberfläche (WePad OS, Store, Apps) zeigte - das Video lief im Windows Media Player, womit auch die Frage beantwortet ist, ob man auf dem Gerät auch Windows 7 booten kann ,-)", so der WePad-Geschäftsführer recht unbekümmert. Sein Unternehmen würde aber "extrem transparent" mit allen Informationen umgehen. Es ist zudem ein wenig verwunderlich, dass von Ankershoffen sich selbst die Zeit nimmt, um auf Facebook-Kommentare zu antworten.
Vorbestellungsstart am 27. April
Die finale Version des WePad, das laut Ankündigung im August für alle Interessenten je nach Ausstattung zu Preisen zwischen 449 und 569 Euro erhältlich sein wird, soll Linux als Betriebssystem-Basis verwenden. Die Skepsis bei den Medien hat allerdings nach dem etwas peinlichen Bekenntnis des Berliner 170-Mann-Unternehmens zugenommen. Der Unternehmenschef selbst widerspricht jedoch energisch den kursierenden Spekulationen um einen Aprilscherz. Zumindest der Termin für die offizielle Vorstellung scheint mangels fertigem Prototypen aber verfrüht gewesen zu sein. Am 27. April soll allerdings bereits der offizielle Startschuss für erste Vorbestellungen fallen. Für den 26. April kündigte das Unternehmen eine zweite Live-Präsentation an.
WePad-Pressekonferenz: Tablet-PC mit Windows statt Linux. Video: YouTube
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