Der US-Hersteller Apple hat es einmal mehr geschafft. Der neue Tablet-PC iPad verkauft sich besser als erwartet. Ende April soll das iPad auch hierzulande erhältlich sein. Ob auch deutsche Kunden die Läden stürmen, um ein iPad zu erwerben, ist derzeit aber noch fraglich. Denn der Berliner Softwareentwickler neofonie überraschte Mitte März mit der Ankündigung, schon bald ebenfalls einen eigenen Tablet-PC auf den Markt zu bringen. Das WePad als Alternative zum iPad? Die bisher bekannten technischen Details zeigen Vorteile für das WePad: Größeres Display (11,6-Zoll Farbdisplay) sowie Unterstützung von Flash, Adobe Air und Android Apps. Zudem kommt das WePad, im Gegensatz zum iPad, mit einer USB-Schnittstelle. Doch die entscheidenden Details - der Preis und das Verfügbarkeitsdatum - wurden erst jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin bekanntgegeben.
WePad kommt mit HDMI-Schnittstelle
Das WePad soll laut neofonie-Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen kein iPad-Killer, sondern eine Alternative sein. Die Technologie-Partner des WePad sind Intel und Adobe, der Tablet-PC selbst wird in China hergestellt. Verantwortlich für die Entwicklung zeichnet sich die WePad GmbH, ein Joint Venture von 4titoo und Neofonie. Das WePad soll über die Siemens IT Solutions auch international vertrieben werden. Die technische Ausstattung des WePad kann sich, gerade im Vergleich mit dem iPad, sehen lassen. Tore Meyer, Vorstandsvorsitzender von 4titoo und Geschäftsführer der WePad GmbH, stellten die Details vor. Mit an Bord ist ein HDMI-Anschluss, optionales Full HD Playback, zwei USB-Schnittstellen, ein SDHC-Kartenleser und eine Webcam. Im Inneren werkelt ein Intel Atom N450 Prozessor mit 1,66 Gigahertz. Der Speicher des WePad ist per SDHC-Karte um 32 Gigabyte (GB) erweiterbar. Filme, Videos oder Musik können einfach von der SD-Karte abgespielt werden. Der Berliner Tablet-PC ermöglicht zudem das Abspielen von Flash-Filmen im Vollbild.
Die Oberfläche des WePad mit Stern eMagazin und anderen Anwendungen. Bild: WePad GmbH
WePad WLAN-Version für 449 Euro - UMTS-Version kostet 569 Euro
Im Unterschied zu den mobilen Betriebssystemen der Konkurrenz lässt sich der Homescreen des WePad vertikal und nicht horizontal scrollen. Durch das unter der WePad Oberfläche werkelnde Linux Betriebssystem ist das WePad auch Multitasking fähig. Das WePad kommt sowohl mit eigenen Apps kann aber auch Android, Java und Linux Apps nutzen.
Was soll das WePad nun kosten? Die günstigste WePad-Version mit 16 GB Speicher und WLAN ist in Deutschland für 449 Euro erhältlich. Die größere UMTS-Version, das WePad 3G mit 32 GB Speicher, WLAN, GPS sowie Full HD 1080p, bieten die Berliner für 569 Euro an. Subventionen durch Telekommunikationsanbieter oder Verlage seien geplant. Der Preis für ein subventioniertes WePad soll "deutlich" unter den nun vorgestellten Preisen liegen. Ein SIM-Lock wird es nicht geben.
Nach Unternehmensangaben sollen bislang bereits über 20.000 Vorbestellungen eingegangen sein. Nachdem die Preisdetails nun bekannt sind, startet die offizielle Vorbestellungsrunde ab dem 27. April. Im Mai soll es dann eine Roadshow durch Deutschland geben. Erhältlich ist das WePad ab Juli, allerdings nur im Rahmen eines Softlaunch für einen begrenzten Kundenkreis. Ab August ist die iPad-Alternative dann für alle verfügbar. Das WePad soll im eigenen Onlineshop, über andere Onlinevertriebskanäle, im Einzelhandel sowie über Telekommunikationspartner vermarktet werden.