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Sonntag, 11.07.2010 09:01

Microsoft: Support-Ende für Windows XP SP2 & Co.

aus den Bereichen Computer, WebHosting

Microsoft schickt einige Windows-Veteranen in Rente. Wie bereits im Oktober 2009 angekündigt, endet am 13. Juli mit dem Ablauf der sogenannten Extended-Support-Phase die Versorgung der 10 Jahre alten Server-Plattform Windows 2000 Server mit Aktualisierungen, Sicherheitsupdates und anderen Supportleistungen. Lediglich kostenlosen Zugang zu Online-Inhalten wie Knowledge-Base-Artikel oder Produktinformationen wird Microsoft ab diesem Zeitpunkt noch zur Verfügung stellen. Für Windows 2000 und Windows XP läuft die Zeit ebenfalls ab. Gleichzeitig wird die Unterstützung für Windows Server 2003 deutlich zurückgefahren und ist nur noch für Geschäftskunden verfügbar. Und selbst für das halbwegs aktuelle Windows Vista gibt es bereits seit dem 13. April ohne Service Pack (SP) nur noch unter bestimmten Umständen Hilfe aus Redmond, berichtet der Microsoft-Blog "Windows Zone".

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Nach 5 Jahren ist für Privatkunden Schluss

Hintergrund der unterschiedlichen Supportleistungen: Seit Oktober 2002 wird der Unterstützungszeitraum für Microsoft-Produkte nach Zielgruppe und Veröffentlichungsrhythmus einheitlich definiert. Der normale Mainstream Support inklusive Versorgung mit Sicherheitsupdates für Heimanwender-Betriebssysteme gilt demnach generell 5 Jahre und verlängert sich jeweils mit Veröffentlichung eines Service Packs.

Für Geschäftskunden-Produkte werden hingegen generell 10 Jahre Unterstützung inklusive regulärer Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt, da sich nach dem Ende der umfassenden Mainstream-Support-Phase eine eingeschränkte Extended-Support-Phase anschließt. Diese gilt ab dem dem 13. Juli für Windows Vista ohne SP, Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2. Sowohl Windows 2000 Professional (SP4) als auch Windows 2000 Server sind zudem am Ende dieses Zeitraums angekommen und erhalten keinerlei Unterstützung mehr.

Microsoft Produkt-Lifecycles
Nach 5 Jahren Mainstream Support folgen nur für Geschäftskunden 5 Jahre Extended Support. Screenshot: onlinekosten.de

Upgrade wird empfohlen

Ein Upgrade auf aktuelle OS-Versionen sollte daher noch rechtzeitig bis zum Ablauf der Support-Frist am 13. Juli erfolgen. Für eine Migration auf das aktuelle Windows Server 2008 R2 bietet Microsoft verschiedene Hilfestellungen. Mit dem Analyseprogramm Microsoft Assessment and Planning (MAP)-Toolkit können betroffene Unternehmen prüfen, ob in ihrer IT-Infrastruktur noch Windows 2000 Server-Lizenzen im Einsatz sind. Über die verschiedenen Migrationsmöglichkeiten gibt ein 40-minütiger Webcast Auskunft, der nach vorheriger Registrierung unter www.microsoft.com/germany/technet/webcasts/ abgerufen werden kann.

Im Privatkunden-Bereich wird Windows XP mit SP2 eingemottet. Ausgenommen ist lediglich die 64-Bit-Edition, die noch bis 8. April 2014 Supportleistungen und Sicherheitsupdates erhält. Um auch mit der 32-Bit-Version davon zu profitieren, ist ab dem 13. Juli zwingend die Installation des SP3 notwendig. Dieses lässt sich etwa über Windows Update abrufen. Wer Windows Vista im Einsatz hat, sollte ebenfalls das letzte Service Pack (SP2) aufspielen, um weiterhin mit Patches versorgt zu werden. Für eine längerfristige Unterstützung empfiehlt Microsoft zudem generell ein Upgrade auf Windows 7. Informationen dazu finden sich im Windows 7 Upgrade Center.

Christian Wolf
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