Auch wenn es im Internet zahlreiche Möglichkeiten gibt, kostenlos SMS zu verschicken, ist unter deutschen Mobilfunk-Nutzern ein wahres SMS-Fieber ausgebrochen. In den Jahren zwischen 2002 und 2006 veränderte sich die Anzahl der jährlich verschickten Kurzmitteilungen nur kaum und pendelte zwischen 17,1 und 20,1 Milliarden Stück. Seit 2007 steigt die Lust der Deutschen, die kleinen Textnachrichten zu versenden, aber wieder deutlich an. Das ist dem von der Bundesnetzagentur vorgelegten Jahresbericht für das Jahr 2009 zu entnehmen, der auch aktualisierte Zahlen für die Jahre 2007 und 2008 enthält.
Spürbarer Anstieg des SMS-Verkehrs
Demnach lag die Zahl der versendeten SMS im Jahr 2007 mit 23,1 Milliarden um knapp 15 Prozent über dem Wert von 2006. Im Jahr 2008 stieg die Anzahl der verschickten Kurzmitteilungen noch einmal um 20 Prozent auf 27,8 Milliarden und 2009 kalkuliert die Bundesnetzagentur noch einmal mit einer deutlichen Steigerung um fast 25 Prozent auf 34,4 Milliarden Stück. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der von deutschen Handys verschickten SMS somit verdreifacht.
Netzintern verschickte Kurznachrichten boomen
Zurückzuführen ist das auf der einen Seite auf günstige SMS-Preise bei Mobilfunk-Discountern, nach Angaben der Bundesnetzagentur aber vor allem auch auf die deutlich angestiegene Zahl netzinterner Nachrichten. Viele Mobilfunk-Provider bieten ihren Kunden über spezielle Optionstarife die Möglichkeit, zu rabattierten Konditionen einen große Menge an netzinternen SMS zu verschicken. Denkbar ist allerdings, dass künftig auch der Versand netzexterner Nachrichten wieder anziehen wird. Denn zum Beispiel die E-Plus-Marke Base hat aktuell für 10 Euro im Monat eine SMS-Flatrate im Angebot, die den Versand von praktisch unbegrenzt vielen Kurznachrichten in alle deutschen Netze erlaubt.
Weit weniger beliebt ist der Versand von Multimedianachrichten, den so genannten MMS. Wurden im Jahr 2007 etwa 186 Millionen Bildnachrichten verschickt, waren es im Jahr 2008 nur eine Million Nachrichten mehr. Für 2009 weist der Bericht der Bundesnetzagentur noch keine Zahlen aus.
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