In sozialen Netzwerken tummeln sich Millionen deutsche Internetnutzer. Das es mit dem Schutz der dort angegebenen Daten der Mitglieder nicht zum Besten steht, wurde in dieser Woche wieder zum Thema. Die Stiftung Warentest tadelte Facebook, MySpace & Co. wegen ihres laschen Umgangs mit dem Datenschutz. Sie stoßen bei den Mitgliedern der jeweiligen Communitys immer wieder auf fruchtbaren Boden, denn die Nutzer gehen oft sehr sorglos mit ihren Daten um. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) klärt auf seiner Website www.bsi-fuer-buerger.de über potentielle Risiken bei der Nutzung von sozialen Netzwerken auf.
Das Netz vergisst nichts
Viele Anwender sind sich der möglichen Gefahren gar nicht bewusst, die ihnen bei zu unachtsamen Umgang mit ihren persönlichen Daten in den Internet-Netzwerken drohen. Die Bombardierung mit Werbung durch Unternehmen ist da noch eine eher harmlose Folge. Private Bilder und Texte können aber auch von anderen Personen gespeichert und an anderer Stelle im Netz missbräuchlich veröffentlicht werden. So mancher Arbeitgeber wirft einen Blick in die Online-Netzwerke, um Informationen über die potentiellen neuen Mitarbeiter zu erhalten. Über gefälschte Webseiten versuchen Kriminelle an die Zugangsdaten für die Communitys zu gelangen. Auch Identitätsdiebstahl ist nicht mehr selten: Nutzeraccounts werden gehackt und Freunde des Nutzers etwa wegen einer angeblichen Notsituation um finanzielle Hilfe gebeten.
Das BSI gibt Sicherheitstipps rund um die Internetnutzung. Screenshot: onlinekosten.de
Phishing, Mobbing und Identitätsdiebstahl drohen
Da das Vertrauen der Nutzer in soziale Netzwerke noch recht groß ist, finden sich in Profilen oft detaillierte Informationen zur Person, zu Hobbys, Familienverhältnissen oder zum beruflichen Werdegang. Immer häufiger versuchen Betrüger ahnungslose Nutzer über Links in E-Mails auf manipulierte und mit Schadsoftware infizierte Webseiten zu locken.
Auch Mobbing macht vor den Netzwerken nicht halt. Schnell lassen sich Gerüchte über die virtuellen "Pinnwände" verbreiten und Nutzer aus Freundeskreisen ausschließen. Zudem lassen sich einmal getätigte Kommentare in anderen Profilen später kaum noch selbst entfernen.
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