Mittwoch, 24.03.2010 16:16

WePad: Das iPad bekommt Konkurrenz aus Berlin

aus dem Bereich Computer

Apple hatte Ende Januar mit der Vorstellung des Tablet-PCs iPad weltweit für Aufsehen gesorgt. Der Verkaufsstart des iPad ist in den USA für den 3. April vorgesehen, der weltweite Verkauf soll Ende April starten. Doch in Deutschland könnte Apples neueste technische Errungenschaft schon bald Konkurrenz bekommen: von dem Berliner Hersteller neofonie, einem Unternehmen mit 170 Mitarbeitern.

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WePad: Tablet mit 11,6-Zoll Display

Das WePad getaufte Gerät ist ein Tablet-PC mit 11,6-Zoll Farbdisplay, das eine Auflösung von 1.366x768 Pixeln bietet. Zum Vergleich: Das iPad kommt dagegen mit einem kleineren 9,7-Zoll Bildschirm und 1.024x768 Pixeln Auflösung daher. Das WePad wurde in ein Magnesium-Aluminium-Gehäuse gekleidet, mit Abmessungen von 288x190x13 Millimetern ist es größer als das iPad. Auch das Gewicht von 800 Gramm liegt über dem nur 680 Gramm schweren Apple-Tablet. Angetrieben wird das multitasking-fähige WePad von einem Intel N450 Atom-Prozessor mit 1,66 Gigahertz (GHz), als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz. Der Hersteller hat den Tablet-PC mit 16 Gigabyte (GB) Flash-Speicher bestückt, optional sind auch 32 GB interner Speicher erhältlich. SD-Karten bis zu 32 GB werden unterstützt.

Unterstützung von Flash, Adobe Air und Android Apps

Im Gegensatz zum iPad verfügt das WePad über eine 1,3-Megapixel-Webcam. Bestückt ist das Gerät zudem mit Bewegungssensor, Stereolautsprecher und einem internen Mikrofon. Zum Anschluss von Peripherie sind zwei USB-Schnittstellen und ein Cardreader integriert. Daneben findet sich außerdem ein Audioausgang, ein SIM Card Slot und ein Multi-Pin Connector. Web-Inhalte, die über die Adobe-Technologien Flash und Air realisiert wurden, lassen sich auf dem WePad anzeigen, auch hier muss das iPad passen. Die Hardware aus Berlin ermöglicht über eine Art Android-Modus auch die Nutzung von Apps aus dem Google Anroid Marketplace. Darüber hinaus soll es auch einen eigenen WePad App Store geben. Abhängig von der Tageszeit werden personalisierte und relevante Inhalte präsentiert. Zum Frühstück könnte es etwa Nachrichten geben, am Wochenende sind dann aktuelle Bundesliga-Ergebnisse zu finden.


WePad: Tablet-PC mit 11,6-Zoll Display - Konkurrenz für das iPad von Apple? Bild: neofonie

UMTS-Version optional erhältlich

Neben einfachem Zugriff auf Fotos, Videos und eigene Dateien soll der Zugang auf Bücher, Magazine und Tageszeitung ermöglicht werden. Das WePad zeigt eBooks aller offen zugänglichen Formate sowie solche im eigenen WeBook-Format an. Verbindungen lassen sich über Bluetooth 2.1 herstellen, ins Internet geht es per WLAN nach dem n-Standard. Optional soll auch eine Version mit UMTS sowie GPS angeboten werden. Die Laufzeit des Lithium-Ionen Akkus liegt laut Hersteller bei circa 6 Stunden, das iPad kommt auf etwa 10 Stunden.

WePad soll Leser an Verlage binden

Neofonie will das WePad vor allem Verlagen schmackhaft machen, die es ihren Lesern etwa für Paid-Content-Angebote anbieten könnten. Zudem soll es auch gebrandete Versionen des WePads geben, so dass die Bindung der Leser an einen Verlag noch verstärkt werden könnte. Neofonie bietet Verlagen zudem die Software-Plattform WeMagazine für die Veröffentlichung und das Lesen von bezahlten Inhalten. Digitale Inhalte sollen sich nicht nur für das WePad, sondern auch für andere Tablets aufbereiten lassen. Das WePad soll laut Medieninformationen angeblich in wenigen Wochen in Deutschland auf den Markt kommen, Angaben zu Preisen machte das Unternehmen noch nicht. Details hierzu sowie zum Zeitplan für die Markteinführung sollen am 12. April bei einer Pressekonferenz in Berlin bekanntgegeben werden. Aktuelle Informationen zum WePad liefert neofonie über die Produkt-Homepage wepad.mobi sowie über die eigene Facebook-Fanseite www.facebook.com/WePad.

Update vom 25. März: Gruner + Jahr ist erster Verlagspartner

Die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr will das "Stern" eMagazine auf das WePad bringen. Dies wurde am Donnerstag auf der Gruner + Jahr Bilanz-Pressekonferenz bekanntgegeben. Die Ausgabe für das WePad soll auch Videos bieten. Gruner + Jahr ist damit der erste große Verlagspartner für den Berliner Tablet-PC.
Jörg Schamberg
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    Zuletzt kommentiert von sutadur am 25.03.2010 um 12:25 Uhr
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