Mit der Konzentration auf Android-Handys will der US-Mobilfunkhersteller Motorola die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Das im vergangenen Herbst auf den Markt gebrachte Motorola Droid, das in Europa unter dem Namen Milestone vermarktet wird, war das erste Smartphone mit dem Betriebssystem Android 2.0. Nun kündigte Motorola zusammen mit dem US-Provider Sprint das neue Android-Smartphone i1 an.
i1: Unterstützung von push-to-talk
Das i1 werde das weltweit erste Android-Handy sein, das Gespräche per push-to-talk-Technologie über den in den USA verbreiteten Mobilfunkstandard iDEN ermögliche. Wie bei Funkgeräten ließen sich mit dem i1 quasi auf Knopfdruck andere Nutzer in Sekundenschnelle kontaktieren. Jederzeit würde zudem der Name des Anrufenden angezeigt, unabhängig davon welche Anwendung gerade benutzt werde. Der Motorola-Partner Spring betreibt in den USA mit Next Direct Connect ein großes iDEN-Netz mit mehreren Millionen Kunden. Das robuste i1, das selbst militärischen Standards genügen soll und gegen Staub, Vibration und Spritzwasser geschützt ist, biete darüber hinaus die üblichen Funktionen eines Smartphones. Das Motorola Handy ist mit einem 3,1-Zoll HVGA Touchscreen-Display mit einer Auflösung von 320x480 Pixel ausgestattet.
Motorola i1: Android-Smartphone unterstützt push-to-talk. Bild: Motorola
Motorola i1 ab Sommer in Nordamerika erhältlich
Integriert ist eine 5-Megapixel-Kamera mit Geotagging- und Panoramabild-Funktion, Videos lassen sich auf microSD-Karten speichern. Der Internetzugang wird über WLAN möglich sein, zum Surfen im Netz steht der mobile Browser Opera Mini 5 bereit. Nutzen lassen sich auch tausende Anwendungen, die in Googles Android Market angeboten werden. E-Mails, der Kalender und Kontakte werden automatisch synchronisiert, die Eingabe von Nachrichten erfolgt über eine virtuelle Tastatur.
Das Motorola i1 ist ab Sommer in Nordamerika über Sprint erhältlich. Der US-Provider bietet entsprechende Tarife für Privatkunden ab 69,99 US-Dollar an, Pakete für Geschäftskunden starten ab 59,99 US-Dollar. Zu einer Verfügbarkeit des i1 außerhalb von Nordamerika machte Motorola keine Angaben.