Eigentlich ist es immer die gleiche Methode: Gefälschte E-Mails von Institutionen, Banken oder Internetportalen fordern dazu auf, bestimmte Daten einzugeben, auf Links zu klicken oder Anhänge zu öffnen. Das IT-Sicherheitsunternehmen McAfee warnt nun vor E-Mails, die angeblich von Facebook stammen und gefährliche Schadsoftware im Gepäck haben.
Aufzeichnung aller verwendeten Passwörter
Meist verraten zwar Rechtschreib- und Layoutfehler die falschen Absender, jedoch fallen stets neue Internetnutzer auf die Masche herein. Arglos übermitteln sie Passwörter, tragen persönliche Daten in Formulare ein und öffnen virenverseuchte Anhänge. Darauf zielen die Online-Kriminellen auch hier. So wird in den englischen Fake-E-Mails behauptet, das Facebook-Passwort sei aus Sicherheitsgründen zurückgesetzt worden. Ein neues Passwort befinde sich daher im Anhang, der geöffnet werden müsse. Folgt der Nutzer den Anweisungen, wird unbemerkt ein Programm installiert, das jegliche Passworteingaben auf befallenen Rechnern mitloggt - nicht nur die Zugangsdaten für das Facebook-Profil.
Hauptziele des Malware-Spams sind laut McAfee vor allem Facebook-Nutzer in den USA, Europa und Australien. Der Antiviren-Spezialist weist eindringlich darauf hin, dass soziale Netzwerke wie Facebook niemals E-Mails verschicken, in denen Passwörter mitgeteilt oder abgefragt werden. Diese seien generell Fälschungen und sollten sofort gelöscht werden. Weitere Tipps bietet unser Ratgeber zur PC-Sicherheit.
Gefälschte Facebook-Mails haben gefährliche Schadsoftware im Gepäck. Bild: McAfee
Christian Wolf