Telekom-Chef René Obermann. Bild: Deutsche Telekom
Angekündigt wurde sie schon vor einigen Wochen, erste Details sickerten bereits während der vergangenen Tage durch. Jetzt hat die Deutsche Telekom ihre neu entwickelte Strategie für die kommenden Jahre im Detail vorgestellt. Das Motto lautet: "Verbessern - Verändern - Erneuern". Und dabei setzt die Telekom auch auf neue Wege. Auf den Wachstumspfad möchte der Bonner Konzern nämlich unter anderem über Milliarden-Erlöse aus neuen Geschäftsfeldern rund um das Internet zurückkehren. "Die Telekom stellt sich ihrer gesellschaftlichen Aufgabe", sagte Vize-Aufsichtsratschef Lothar Schröder am Mittwoch in Bonn. Es sei geplant, den Weg zur Gigabit-Gesellschaft zu ebnen und in diesem Zusammenhang auch Möglichkeiten für neue Beschäftigung zu schaffen.
Ziel: Langfristiges Wachstum sichern
Konzernchef René Obermann erklärte, dass die Umsätze aus mobilem Internet, Unterhaltung und IT-Produkten die Einbußen aus dem klassischen Kerngeschäft mehr als wettmachen werden. Ein markenstarkes Kerngeschäft, das weiterhin eine tragende Rolle spielen soll, sei ebenso wichtig wie "der Mut, auf chancenreiche Wachstumsfelder zu setzen."
Bis 2015 rechnet der Telekom-Vorstand mit einer Verdoppelung der Umsätze in den neuen Bereichen auf 30 Milliarden Euro. Dazu zählt zum Beispiel auch die von freenet übernommene Webhosting-Marke Strato. "Die Industrie verändert sich und wir erneuern die Deutsche Telekom", sagte Obermann. "Unser Ziel ist, das weiterhin wichtige Geschäft mit schnellen Anschlüssen durch eine breite Palette von IT und Internetdiensten zu erweitern. Damit werden wir langfristiges Wachstum sichern."
Obermann bekräftigte ferner den Plan, noch in diesem Jahr mit dem Bau von Glasfaseranschlüssen direkt bis zum Endkunden zu beginnen. Ein Pilotversuch mit Gigabit-Anschlüssen soll Ende 2010 in Dresden starten. Bis 2012 sollen bis zu zehn Prozent beziehungsweise bis zu vier Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt werden können. Das lässt sich die Telekom nach eigenen Angaben rund 10 Milliarden Euro kosten.