Vor fast genau einem Jahr stellte der eigentlich eher für Barebones und Mini-PCs bekannte Hersteller Shuttle einen All-in-one-Computer vor. Jetzt ist die X50-Serie mit Touchscreen in der zweiten Generation, X50V2, angelangt und weniger stromhungrig.
Neue CPU und lüfterlose Kühlung
Besonders groß war der Stromapettit aufgrund des verwendeten Atom-Prozessors auch beim optisch gleichen Vorgänger X 5000TA (Test) nicht, mit der neuen Bestückung soll er sich jedoch halbiert haben. Anstelle eines Intel Atom 330 Dual-Core-Prozessors übernimmt nun der neuere D510 mit 15 Watt Thermal Design Power und zwei Kernen à 1,66 Gigahertz die anfallende Rechenarbeit. Für einen leisen Betrieb erfolgt die Kühlung passiv. Zur neuen Atom-Plattform gehört zudem der Intel NM10 Chipsatz, der auch zum Beispiel im MSI Wind U135 Netbook steckt. Demnach ist auch der Grafikchip, ein Intel GMA 3150, identisch.
Beim 15,6-Zoll-Touchscreen mit 1.366x768 Bildpunkten, LED-Beleuchtung und Touchpen ist es geblieben, auch ein Kartenleser und eine 1,3-Megapixel-Webcam sind wieder mit dabei. An Schnittstellen versammelt der nach wie vor schwarze oder weiße Komplett-PC mit Tragegriff Gigabit LAN, WLAN 802.11 b/g/draft-n, vier USB-Ports sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Grafikbedingt beschränken sich die Display-Ausgänge auf einen analogen D-Sub-Ausgang.
Äußerlich hat sich während der Wandlung vom X50 zum X50V2 nichts verändert: Der Standfuß wird hochgeklappt zum Tragegriff.
Bilder: Shuttle.
Die bis zu vier Gigabyte Arbeitsspeicher und die SATA-Festplatte fallen in die Rubrik Eigenbau: Da der X50V2 zunächst als Barebone erhältlich ist, kann der Kunde selbst bestimmen, wie viel er benötigt. Später will Shuttle das Gerät auch komplett bestückt anbieten, zur Wahl stehen dann die Betriebssysteme Windows 7 und Linux. Die 3,6 Kilogramm schwere Barebone-Ausführung kommt wie gewohnt ohne System – ab sofort für 419 Euro.