Auf dem Mobile World Congress im Februar stellte Microsoft Windows Phone 7 vor, anlässlich der Mix10-Konferenz in Las Vegas haben die Redmonder nun weitere Details folgen lassen.
Die ersten Apps für Phone 7
Ein Smartphone ohne passenden Marktplatz ist heutzutage undenkbar. Der App-Shop für die Smartphones mit Phone 7 ist entweder direkt über das Handy erreichbar und nimmt dort einen der sechs "Hubs" ein, lässt sich aber auch über den PC aufrufen. Die Inhalte können vor dem Kauf kostenlos getestet werden, gezahlt wird später per Kreditkarte oder Mobilfunkrechnung. Auch eine Werbefinanzierung erwähnt Microsoft. Neben Apps, Musik und Podcasts der Zune-Plattform sollen über den Marktplatz mit Hilfe von Microsoft Silverlight 4 auch Xbox Live-Spiele für das Handy verfügbar gemacht werden. Das XNA-Framework für die Entwicklung von Spielen wird ebenfalls unterstützt. Das passende Entwickler-Kit hat der Konzern bereits zur kostenlosen Nutzung veröffentlicht, die Anwendungen sollen anschließend auch auf anderen Geräten, etwa der Spielekonsole oder einem PC, laufen können. Zum Erlernen der App-Programmierung steht ein Trainingstool bereit.
Damit diese möglichst realistisch gespielt werden können, sollen die multitouch-fähigen Windows 7 Phones einen Beschleunigungssensor integrieren – wie auch das Apple iPhone. Für Apps mit lokalem Bezug stellt Microsoft den Entwicklern einen Location Service bereit, die Videofunktion kann auf eine Hardware-Beschleunigung und ein DRM-System zurück greifen. Darüber hinaus können Live-Benachrichtigungen von Anwendungen empfangen werden, auch wenn diese gerade nicht laufen. Einige Partner, die Apps für Windows 7 Phones entwickeln wollen, nannte Microsoft bereits. Dazu zählen The Associated Press (AP), Foursquare, EA Mobile, Namco, PopCap und der Twitter-Client Seesmic. Bis zum Marktstart des ersten Smartphones müssen sich Interessenten aber noch bis zum vierten Quartal gedulden.
Auf der Mix10 wurden eine News-Anwendung von AP (li) und ein App des Social-Network-Clients Seesmic (re) angekündigt.
Bilder: Microsoft
Saskia Brintrup