Nicht jede neue Technik kann sich schnell durchsetzen, was oftmals auch am höheren Preis liegt. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Solid State Drive (SSD). Die kleinen Speichermedien, die schneller, stromsparender und im wahrsten Sinne des Wortes unerschütterlicher als ihre magnetischen Vorfahren sind, werden häufig nur in Highend-Computern verbaut. Intel hat nun ein Exemplar für Einsteiger vorgestellt, das den SSD-Einsatz bezahlbar machen soll: die X25-V, wobei das V die Value-Serie kennzeichnet.
40 GB für Netbooks und PCs
Ein Nachteil von SSDs gegenüber herkömmlichen Festplatten ist die geringere Speicherkapazität. Die Terabyte-Marke ist dort noch nicht im Regelbetrieb angekommen, die X25-V ist mit 40 Gigabyte (GB) NAND-Flash entsprechend knapp bemessen. Allerdings soll auf dem schnellen Speicher auch nicht unbedingt die komplette Videosammlung unterkommen. Intel sieht die Einsteiger-SSD als Lösung für Netbooks, bei denen durch den Zweck als Zweitcomputer die 40 GB ausreichen könnten. Auch als Boot-Laufwerk in einem Desktop-Computer kann sich der Chipriese die neue 2,5-Zoll-SSD vorstellen, während eine typische Magnetfestplatte die Daten bunkert.
Zusammen mit Windows 7 soll die X25-V ein um 43 Prozent schnelleres System oder ein um 86 Prozent schnelleres Spielerlebnis bescheren. Die etwa 68 Gramm leichte SSD wird im 34-Nanometer-Verfahren gefertigt und verfügt über Schreib- beziehungsweise Leseraten von 35 und 170 Megabyte pro Sekunde. Den Stromverbrauch gibt der Hersteller mit 150 Milliwatt im aktiven Betrieb und 75 Milliwatt bei Bereitschaft an. Weitere technische Details liefert das Dokument auf der Intel-Website. Intel nannte einen Preis von 125 US-Dollar, wer sich im Internet umschaut, findet das Modell auch bereits hierzulande. Die SSD ist schon lieferbar - für unter 100 Euro.
Saskia Brintrup