Sonntag, 14.03.2010 14:01

Friedensnobelpreis: World Wide Web ist Kandidat

aus dem Bereich Sonstiges

Das oftmals als "das Internet"" bezeichnete World Wide Web (WWW) gehört zu den Kandidaten für den diesjährigen Friedensnobelpreis. Wie am Freitag aus dem Osloer Nobelinstitut bestätigt wurde, ist für das WWW mindestens ein "den Regeln entsprechender und mit Personen verbundener Vorschlag" bei den norwegischen Juroren eingegangen.

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Larry Roberts, Vint Cerf und Tim Berners-Lee

Unter anderem die iranische Friedensnobelträgerin des Jahres 2003, Schirin Ebadi, hat sich hinter die Initiative der Italien-Ausgabe des Internetmagazins "Wired" gestellt.

Nach den Nobelpreis-Regeln können nur Einzelpersonen oder Institutionen mit persönlichen Repräsentanten den vielleicht angesehensten Preis der Welt in Empfang nehmen. "Wired" hat deshalb die beiden Internet-Pioniere Larry Roberts und Vint Cerf aus den USA sowie den Briten Tim Berners-Lee stellvertretend für das Internet benannt.

Über die Bedeutung des Internets für den Frieden heißt es in einem Manifest über den Vorschlag: "Kontakt mit anderen ist immer das wirksamste Gegenmittel gegen Hass und Konflikte gewesen. Deshalb ist das Internet ein Instrument für den Frieden."

Als Hintergrund für die Unterstützung des Vorschlags durch Ebadi gilt die wichtige Rolle, die das Internet für die Aktivitäten von Oppositionellen im Iran spielt. Sie konnten unzensierte Informationen über Demonstrationen und deren Niederschlagung durch die Behörden mit Hilfe der neuen sozialen Medien im Netz verbreiten.

Bekanntgabe Anfang Oktober

Mit insgesamt 237 Nominierungen sind in diesem Jahr so viele Vorschläge für den Friedenspreis eingegangen wie nie zuvor seit der ersten Nobelpreisvergabe 1901. Im letzten Jahr entschied sich das Komitee überraschend für US-Präsident Barack Obama. Dieser habe in nur einem Amtsjahr eine völlig neue politische Grundstimmung für Verständigung und Frieden erzeugt. Die Nobelpreise sind mit jeweils zehn Millionen schwedischen Kronen (eine Millionen Euro) dotiert.

Der Name des diesjährigen Preisträgers wird Anfang Oktober bekanntgegeben. Hinter der Initiative für die Vergabe an das Internet steht auch der italienische Modemacher Giorgio Armani.

Michael Posdziech / dpa
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 Kein Massenmörder ala Obama diesmal dabei ? (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von ministah am 14.03.2010 um 14:48 Uhr
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