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Freitag, 12.03.2010 19:01

Jugend liebt das Internet mehr als Fernsehen

aus dem Bereich Sonstiges

Internet, Fernsehen, Radio oder klassische Zeitung: Eine breite Palette an Medien bietet sich zur Information und Unterhaltung an. Doch wofür wird mehr Zeit aufgewandt? Lassen sich junge Menschen lieber durch das TV berieseln oder surfen sie lieber aktiv im weltweiten Netz? Die Hamburger Trendagentur tfactory hat für die 16. "Timescout"-Studie in Deutschland 1.200 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von elf bis 39 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

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Fast die Hälfte der Medienzeit für das Internet

Als das mit Abstand wichtigste Medium erwies sich erneut das Internet. Mit 44 Prozent der für die Mediennutzung reservierten Zeit hängt das weltweite Netz den Fernseher klar ab. Vor dem klassischen TV verbringen die Befragten 24 Prozent ihrer Medienzeit. Der beliebteste Sender ist hier laut tfactory Pro7 vor RTL und MTV. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind dagegen weniger gefragt. Nur zwölf Prozent der auf Medien verwendeten Zeit entfallen zudem auf das Radio, für Printmedien bleiben nur zehn Prozent übrig. Die restlichen elf Prozent der Zeit verteilt sich auf Medien wie Spielekonsolen oder Handys. Häufig würden Medien aber auch parallel genutzt: 61 der männlichen und 56 Prozent der weiblichen Befragten nutzt Internet und TV nach eigenen Angaben manchmal gleichzeitig.

Facebook auf dem Vormarsch

Als weiterer Trend kristallisierte sich die gestiegene Bedeutung der sozialen Netzwerke heraus. 84 Prozent der 14 bis 24jährigen haben ein eigenes Profil bei Facebook, StudiVZ & Co. Dagegen ist nur die Hälfte der 30 bis 39jährigen in solchen Netzwerken aktiv. Als Aufsteiger erwies sich das US-Netzwerk Facebook, das hierzulande inzwischen von über 50 Prozent der Befragten genutzt wurde. Noch 2008 lag der Anteil der Facebook-Nutzer erst bei etwa 20 Prozent. StudiVZ verzeichnete dagegen einen Rückgang auf 38 Prozent, ein Jahr zuvor wurde es noch von 43 Prozent der Befragten genutzt. Bei der jüngsten Gruppe, den 11 bis 14jährigen, kann schuelerVZ noch mit Facebook mithalten. Der Kurznachrichtendienst Twitter wird viel diskutiert und in den Medien häufig als schnelle Newsquelle zitiert. Doch die Studie zeichnet ein anderes Bild: Demnach verwenden Twitter nur zehn Prozent der Befragten.

Jörg Schamberg
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