Auf den beiden exklusiv vom Mobilfunk- und Internetanbieter Vodafone vertriebenen Handys Samsung H1 und M1 läuft das Linux-basierte Betriebssystem LiMo. Es hat sich offenbar nicht mit einem Update des fest installierten Servicepakets Vodafone 360 verstanden, das in dieser Woche "over the air" an die Kunden ausgeliefert wurde, und sorgte für verärgerte SMS-Nutzer. Ein Hotfix soll nun Abhilfe schaffen.
Update schoß SMS-Funktion ab
Das an alle Nutzer verschickte Update von Vodafone 360 sollte die Software, die alle Kommunikationswege und Kontakte in sozialen Netzwerken unter einer Oberfläche bündelt, mit dem Release 1.2. auf den neuesten Stand bringen. Die Deaktivierung der SMS-Funktion auf den beiden LiMo-Handys Samsung H1 und M1 war dabei allerdings nicht geplant. Doch zahlreiche Nutzer dieser Geräte konnten nach der Aktualisierung Kurznachrichten weder verschicken noch empfangen.
Nach Bekanntwerden des nicht unerheblichen Problems, stoppte Vodafone das Update und wies in verschiedenen Foren, allerdings nicht auf der hauseigenen Website, darauf hin, dass der Hersteller Samsung bereits an einer Lösung arbeite. Seit Donnerstag kann nun im offiziellen Blog nachgelesen werden, dass Vodafone einen Hotfix für das Software-Problem an die betroffenen Kunden verschickt. In dem Blogeintrag entschuldigt sich das Unternehmen außerdem für die Unannehmlichkeiten, die das Update trotzt vorheriger Tests verursacht habe. Über die technischen Hintergründe und eine mögliche Entschädigung der Kunden konnte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von onlinekosten.de am Freitag nachmittag noch keine Auskunft geben.
Neues Update "SMS und Mail Reparatur"
Für den Empfang des Hotfix, der laut Vodafone noch bis Freitag abend ausgeliefert werde, muss das Handy eingeschaltet sein und nach der Benachrichtigung über die Verfügbarkeit der "SMS und Mail Reparatur" der Download- und Installationsprozess bestätigt werden. Nach Abschluss der automatischen Installation muss das Gerät manuell aus- und wieder eingeschaltet werden. Danach sollen alle Funktionen und Services wieder funktionieren.
Michael Posdziech