Es leben wieder mehr Milliardäre unter uns. Das zumindest behauptet das angesehene US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" in seiner jährlichen Erhebung zu den reichsten Menschen der Welt. Standen im vergangenen Jahr nur 793 Multimillionäre auf der Liste des Magazins, sind es in diesem Jahr wieder 1.011. Die Rekordzahl aus dem Jahr 2008 in Höhe von 1.125 Milliardären ist demnach nicht mehr fern.
Die drei reichsten Männer der Welt
An die Spitze des Rankings setzte sich mit einem Vermögen in Höhe von 53,5 Milliarden US-Dollar (39,3 Milliarden Euro) der 70-jährige Carlos Slim aus Mexico. Er ist Eigentümer des in Mittel- und Südamerika agierenden Telekommunikationsriesen Telmex sowie des führenden Mobilfunk-Anbieters in Lateinamerika, América Móvil, und konnte die Summe seines finanziellen Eigentums im Vergleich zu 2009 um 18,5 Milliarden Dollar steigern. Erstmals steht damit ein Nicht-US-Bürger an der Spitze der Liste.
Im vergangenen Jahr hatte noch Microsoft-Gründer Bill Gates den ersten Platz eingenommen. Er rutsche mit einem Gesamtvermögen in Höhe von 53,0 Milliarden Dollar aber auf Platz 2 ab. Im Jahresvergleich legte aber auch Gates' Vermögen deutlich zu - um immerhin 13 Milliarden Dollar. Platz 3 sicherte sich US-Investor Warren Buffett, dessen Vermögen um 10 Milliarden Dollar auf 47 Milliarden kletterte.
Ein Blick auf die reichsten Deutschen
Der reichste Deutsche ist gemäß der Forbes-Liste Aldi-Gründer Karl Albrecht auf Platz 10. Der 90-Jährige kommt auf ein Vermögen von 23,5 Milliarden Euro. Sein Bruder Theo Albrecht kann auf 16,7 Milliarden Euro blicken und nimmt Platz 31 ein. Weitere deutsche Milliardäre unter den Top 100 sind Michael Otto (18,7 Milliarden Euro, Platz 21), Susanne Klatten (11,1 Milliarden Euro, Platz 51) und Investor August von Finck (7,3 Milliarden Euro, Platz 99).
Die meisten Milliardäre sind weiterhin in den USA zuhause. Allerdings geht der prozentuale Anteil deutlich zurück. Kamen 2009 noch 45 Prozent der Forbes-Milliardäre aus den Vereinigten Staaten, waren es in diesem Jahr nur noch 40 Prozent. Ihr Debüt in der Forbes-Liste feiern in diesem Jahr 97 Personen, von denen 62 in Asien zuhause sind und ihr Geld in erster Linie mit Hedgefonds gemacht haben.
Hayo Lücke