Durch Bewegung Energie erzeugen – dieses Prinzip sorgt bereits seit Jahrzehnten bei kinetischen Uhren für Strom ohne lästigen Batteriewechsel. Der finnische Handyhersteller Nokia plant offenbar, die Technik auch zukünftig in Handys und Smartphones einzusetzen. Ein entsprechendes Patent wurde im August 2008 beim US-Patentamt eingereicht und Ende Februar dieses Jahres veröffentlicht. Das Ziel der Technologie: Längere Akkulaufzeiten für mobile Geräte.
Stromerzeugung durch Druck
Die Stromerzeugung soll mittels sogenannter piezoelektrischer Elemente erfolgen, die entlang verschiedener Achsen angeordnet sind. Diese haben die Eigenschaft Energie abzugeben, nachdem sie durch Druck elastisch verformt wurden. Sobald das Gerät in die Hand genommen wird, geraten daher - je nach Lage - bestimmte Bauteile im Inneren in Bewegung und erwirken durch ihren Aufprall auf die jeweiligen Piezo-Abnehmer einen solchen Effekt. Der gewonnene Strom wird anschließend von einem "Controller" aufgenommen, in den Akku geleitet und dort gespeichert. Wie viel Strom auf diese Weise generiert werden kann, ist allerdings unklar. Auch die praktische Umsetzung in ersten Serienmodellen dürfte noch etwas auf sich warten lassen.
Angeblich in drei bis vier Jahren marktreif ist hingegen die Gewinnung elektrischer Energie aus Strahlenfeldern der Umgebung. Nokia forscht in diesem Bereich ebenfalls nach alternativen Stromquellen, mit denen die Akkulaufzeit von Mobiltelefonen verlängert werden kann. Bei einem Einsatz in zukünftigen Seriengeräten ist daher eine intelligente Kombination verschiedener Ansätze wahrscheinlich - etwa aus Solarzellen, Strahlenumwandlung sowie Kinetik.
Neues Nokia-Patent wurde eingereicht. Bild: US-Patentamt
Christian Wolf