Was bei einigen Anwendern in Form von CDs und DVDs im Wohnzimmerschrank lagert, verstopft bei anderen die Computer-Festplatten. Bei der heutigen Fülle an Multimediadaten lohnt sich manchmal schon ein kleiner Heim-Server zur zentralen Speicherung. Für derartige Geräte und kleine Büro-Datenspeicher hat Intel nun anlässlich der CeBIT eine eigene Plattform mit Atom Prozessor vorgestellt.
Stromspar-Server für zuhause
Die Basis der Plattform bilden die neuen Atom Modelle D410 und D510 - die ersten Vertreter der stromsparenden Reihe, die speziell für den Einsatz in Home-Servern beziehungsweise Netzwerkspeichern (NAS) optimiert wurden. Der Atom D410 kommt mit einem Kern mit 1,66 Gigahertz und 512 Kilobyte L2-Cache aus, der D510 spendiert zwei Prozessorkerne mit gleicher Taktfrequenz und den doppelten L2-Cache. Der nächste Bestandteil ist der Intel 82801IR I/O Controller. Die Plattform ermöglicht den Herstellern, bis zu sechs Steckkarten sowie maximal zwölf USB-Ports und eSATA-Schnittstellen für Peripheriegeräte unterzubringen. Auf diese Weise ließe sich der Speicherplatz im Netzwerk über externe Festplatten weiter erhöhen. Zur drahtgebundenen Vernetzung steht ein integrierter Gigabit LAN Anschluss bereit.
Die neuen Atoms sollen im Vergleich zu den vorherigen Modellen 230 und 330 bis zu 50 Prozent Energie einsparen und werden sich in Speichergeräten von Herstellern wie zum Beispiel LaCie oder LG einnisten. Die genaue Thermal Design Power (TDP) gibt Intel mit 10 Watt für den D410 und 13 Watt für den D510 an. Als Betriebssystem lässt sich eine Linux-Distribution oder Windows Home Server verwenden.
Saskia Brintrup