Bei Xing sieht man Facebook ebenfalls als Risiko, setzt aber auf die Loyalität der eigenen Nutzer. Besonders stolz ist man auf die Vielzahl bezahlender Kunden. Eine solche Gruppe an Usern zu haben, "ist einmalig auf der Welt", meint Bond. Für die Zukunft sei es vor allem wichtig, den Nutzern von sozialen Netzwerken das Gefühl zu geben, die Kontrolle über die eigenen Daten zu haben. Neue Applikationen sollen in Zukunft gemeinsam mit den Nutzern weiterentwickelt werden.
Hohe Datentarife als Nutzer-Bremse
Einig ist man sich bei den Social-Network-Portalen auch, dass in Zukunft immer mehr Traffic über mobile Endgeräte in den Netzwerken auflaufen wird. Bei MySpace seien ein Drittel der Zugriffe in den USA bereits heute über mobile Endgeräte zu verzeichnen, erklärte Deutschland-Chef Berger. Dieser Trend werde weiter zunehmen. Allerdings nur dann, wenn die Preise für mobiles Internet sinken. "Business-Kunden wie wir können Kommunikationsdienste über die Firma abrechnen, aber die Kids auf den Schulhöfen eben nicht", mahnte VZ-Chef Riedl an. Ende vergangenen Jahres hatten die VZ-Netzwerke bereits eine VZ-Mobilportal-Datenflatrate auf den Weg gebracht, weitere Angebote sollen folgen.
Neue Buschfunk-Erweiterung namens "Deutschland in Echtzeit
Außerdem soll es in den VZ-Netzwerken demnächst eine Buschfunk-Erweiterung unter dem Namen "Deutschland in Echtzeit" geben. Bereits heute werden bei studiVZ, meinVZ und schülerVZ täglich eine Millionen Status-Updates abgegeben. Dieser Trend soll durch das neue Angebot, zu dem noch keine weiteren Details verraten wurden, noch verstärkt werden.
Riedl will zudem dafür kämpfen, dass Applikationen auf Basis der von Google entwickelten Open Social-Plattform in einer einheitlichen Version programmiert werden. Bisher habe jedes soziale Netzwerk seine eigene Version an den Start gebracht.
Hayo Lücke