Mit einer neuen Betrugsmasche versuchen dreiste Betrüger, deutsche Bankkunden um ihr Erspartes zu bringen. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, wurden in den zurückliegenden Wochen verstärkt ominöse 1-Cent-Überweisungen beobachtet, die nur ein Ziel haben: Kontoverbindungen auf korrekte Daten zu prüfen, um anschließend einen größeren Betrag abzuheben.
Zufällig generierte Bankdaten
Nach Informationen des Magazins wird versucht, den Mini-Betrag über zufällig generierte Zahlenkombinationen an ein Geldinstitut zu überweisen. Bleibt eine Fehlermeldung aus, wissen die Täter, dass sie ein existierendes Konto erwischt haben. Kurze Zeit später wird damit begonnen, größere Beträge von dem Konto abzubuchen. In diesem Zusammenhang wird ein angeblicher Kauf oder eine vermeintlich in Anspruch genommene Dienstleistung vorgegaukelt.
Abbuchungen überprüfen
Das Problem an dieser Stelle: die Banken prüfen nicht automatisch, ob für die Lastschrift eine Einzugsermäßigung vorliegt. Deswegen rät Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium: "Verbraucher sollten ihre Auszüge regelmäßig prüfen, auf unerklärliche Ein-Cent-Überweisungen achten und ihrer Bank unberechtigte Abbuchungen melden." Außerdem können Bankkunden im Zweifel von einer kostenlosen Rückbuchung Gebrauch machen.
Hayo Lücke