Schnelle Breitbandzugänge in Deutschland enden derzeit bei 120 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Höhere Bandbreiten werden noch in Tests erprobt oder bleiben auf bestimmte Regionen beschränkt. Bei den europäischen Nachbarn sieht es ähnlich aus: In Großbritannien läuft seit Mai 2009 der Pilotbetrieb mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Der Internetanbieter Virgin Media hat nun angekündigt, im Rahmen der Erprobungsphase weitere Regionen mit seinem Highspeed-Zugang über Glasfaser zu versorgen.
12,6 Millionen Haushalte am Glasfasernetz
Bislang ist dieser nur in Kent verfügbar. Zukünftig soll noch die Stadt Coventry mit mehreren hundert Kunden hinzukommen. Virgin Media kündigte zudem an, zum Ende des Jahres im gesamten Land flächendeckend 100 Mbit/s für 12,6 Millionen britische Haushalte anbieten zu wollen. Derzeit haben die 4,1 Millionen Breitbandkunden des Providers die Wahl zwischen Internetzugängen mit zehn, 20 sowie 50 Mbit/s. "Es gibt nichts, was wir mit unserem Glasfasernetz nicht tun können. Die bevorstehende Einführung unserer neuen Höchstgeschwindigkeit von 100 Mbit/s wird unseren Kunden das ultimative Breitbanderlebnis verschaffen", sagte Neil Berkett, Chief Executive Officer bei Virgin Media.
Mit Start der neuen Technik werden Breitbanddienste in Großbritannien im internationalen Vergleich wieder konkurrenzfähig, so Berkett. Laut Virgin Media beträgt die durchschnittliche Bandbreite in Großbritannien bisher lediglich 4,1 Mbit/s.
Christian Wolf