Das Geschäftsjahr 2009 ist für die Deutsche Telekom in Deutschland mit einem deutlichen Rückgang an klassischen Festnetzkunden zu Ende gegangen. Wie der Konzern am Donnerstag in Bonn bekanntgab, kündigten im vergangenen Jahr netto 2,07 Millionen Kunden ihren Telefonanschluss. Dadurch sank die Gesamtzahl der geschalteten Festnetzanschlüsse zum Stichtag (31. Dezember) auf 26,24 Millionen. Zum Vergleich: 2008 musste die Telekom noch einen Verlust von 2,49 Millionen Festnetzkunden verkraften.
DSL-Neukundenzuwachs schwächt sich ab
Erfreulicher, im Vergleich zu 2008 aber auch deutlich schwächer, verlief das Geschäft mit DSL-Anschlüssen. Die Zahl der Breitbandkunden legte im vergangenen Jahr um 883.000 auf 11,48 Millionen zu. Ein Jahr zuvor konnte das Unternehmen um Konzernchef René Obermann noch einen DSL-Neukunden-Zuwachs von 1,58 Millionen vorweisen. Dennoch wurde das Ziel erreicht, einen Neukundenmarktanteil von 45 Prozent zu erreichen. Außerdem sind inzwischen über eine Millionen Entertain-Pakete in deutschen Haushalten aktiv.
Weiter stark rückläufig ist die Zahl der so genannten Resale-Anschlüsse. Waren Ende 2008 noch 2,54 Millionen Stück geschaltet, sank diese Zahl bis Ende 2009 auf 1,62 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 36 Prozent. Dem gegenüber stand ein Zuwachs von 823.000 vermieteter Teilnehmeranschlussleitungen. Zum Stichtag waren somit 9,09 Millionen dieses Vorleistungsprodukts geschaltet, das Telekom-Wettbewerber ohne vorgeschaltete Technik anmieten, um Telefon- und DSL-Anschlüsse anbieten zu können. Darüber hinaus sind inzwischen 600.000 entbündelte DSL-Anschlüsse für All-IP-Angebote geschaltet.
Ein Blick auf das vierte Quartal
Wirft man einen Blick auf das vierte Quartal des vergangenen Jahres, stand einem Verlust von 417.000 Festnetz-Kunden ein Zuwachs von 177.000 Breitband-Anschlüssen gegenüber. Im Weihnachtsquartal 2008 wurde noch ein Verlust von 677.000 Festnetz-Anschlüssen und ein Gewinn von 352.000 DSL-Zugängen vermeldet. Das Minus von rund 400.000 Festnetzanschlüssen war allerdings der niedrigste Wert in einem Quartal seit Ende 2005, heißt es seitens der Telekom.
Konzernweit waren Ende 2009 38,17 Millionen Festnetz- und 15,02 Millionen
Breitband-Anschlüsse geschaltet.