Das Telefonieren mit dem Handy wird günstiger. Zumindest dann, wenn vom Mobiltelefon eine 0180-Rufnummer angewählt wird. Künftig gelten neue Höchstpreisgrenzen für die so genannten Service-Dienste. Möglich wird das durch einige zum 1. März in Kraft tretende Änderungen des Telekommunikationsgesetztes (TKG).
Neue Preise für 0180x-Verbindungen
Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben im Rahmen einer Anhörung in den Jahren 2007 und 2008 eine veränderte Situation im Rufnummernbereich 0180 festgestellt. In diesem Zusammenhang wurde festgelegt, dass für Anrufe zu Rufnummern, die in den Teilbereichen 01801 bis 01805 liegen, ab dem 1. März nicht mehr als 42 Cent pro Minute kosten dürfen. Wird ein Telefonat nicht pro Minute abgerechnet, sondern pro Anruf, dürfen dafür maximal 60 Cent berechnet werden.
Aktuell variieren die Minutenpreise für 0180x-Verbindungen bei den einzelnen Mobilfunk-Anbietern noch recht stark. Während Vertragskunden von T-Mobile beispielsweise 49 Cent pro Minute müssen, wird bei E-Plus bis zu 1 Euro pro Minute berechnet. Allerdings: in der Nebenzeit galt bei E-Plus bisher nur ein Minutenpreis in Höhe von 35,3 Cent. In den Abendstunden und am Wochenende zahlen E-Plus-Kunden somit künftig mehr als bisher.
Wer die konkreten Preise nicht angibt, riskiert Geldbuße
Neu ist auch, dass es künftig nicht mehr erlaubt ist, beispielsweise bei Ankündigungen zu Gewinnspielen auf den Zusatz zu verweisen, dass bei Anrufen vom Handy "möglicherweise abweichende Preise" gelten. Wer den tatsächlichen Höchstpreis, der bei einem Anruf anfallen kann, nicht nennt, muss damit rechnen, von der Bundesnetzagentur abgemahnt und mit einer Geldbuße belegt zu werden.
Hayo Lücke