Eine weitere Methode der Kriminellen arbeitet mit gefälschten E-Mails nach dem Phishing-Prinzip. So erhalten Domaininhaber eine Nachricht, die von ihrem Anbieter zu stammen scheint. Darin werden sie aufgefordert, auf einen bestimmten Link zu klicken um die Laufzeit ihrer Domain zu verlängern.
Provider-Betrug: Geld bezahlt, Domain weg
Im Anhang der Mail befindet sich zudem eine Rechnung über den zu zahlenden Betrag. Wer diesen begleicht, stimmt laut Sedo in diesem Fall automatisch einem Transfer seiner Domain zu. Links in solchen Mails sollten daher niemals angeklickt werden. Allen Nutzern wird generell empfohlen, sich immer direkt auf der Website des Providers einzuloggen und nötige Schritte zur Domainverlängerung nur über ihr Kundenkonto zu realisieren.
Kaufangebot-Betrug: Schnäppchen-Leichtsinn
Mit ihrer dritten Masche setzen die Betrüger auf den - durch die Aussicht auf ein Schnäppchen beförderten - Leichtsinn ihrer Opfer. Hier erhalten Domaininhaber verlockende Kaufangebote zu Domains, die entweder ähnlich klingen oder gleichlautend sind, allerdings über eine andere Endung verfügen – statt .de etwa .net oder .org. Um Interesse zu wecken, werden pro Domain auffällig niedrige Summen verlangt. Um den Kauf abzuschließen, muss der Nutzer auf einen Link klicken und per Kreditkarte zahlen. Nachdem der Betrag überwiesen ist, hören die Betroffenen nichts mehr von den angeblichen Verkäufern. Diese hingegen sind nun im Besitz der überwiesenen Summe sowie der Kreditkartendaten.
Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, sollten Domainkäufe nur über einen Treuhandservice erfolgen. Dieser biete beiden Vertragsparteien absolute Sicherheit während des technischen und monetären Transfers, so Sedo.
Christian Wolf