Darauf hat Packard Bell die Hardware zugespitzt und als Rechner einen Intel Pentium SU4100 Prozessor mit zwei Kernen à 1,3 Gigahertz geordert, der häufig in aktuellen Subnotebooks mit Stromspar-Fokus arbeitet – aus guten Grund: die CPU benötigt nur 10 Watt. Die Leistung ähnelt dem SU7400 im Asus UL50AG (Test). Wer lieber Zahlen sprechen lässt, klickt auf die Benchmark-Ergebnisse des Butterfly xs.
Display: Hochauflösend aber blass
Auch das 11,6-Zoll-Display spart Strom, indem es LEDs zur Hintergrundbeleuchtung nutzt. Diese haben neben dem Spareffekt auch den Vorteil, ein kontrastreicheres Bild abzuliefern. Leider ist dies beim Butterfly xs nur bedingt der Fall. Dem Bildschirm fehlt die Farbfrische, gerade bei Blattgrün, Menschen oder tiefem Schwarz wirkt er ein wenig blass und verwaschen. Immerhin ist das Display aber schön hell und liefert ein knackiges Bild, hierfür ist auch die glänzende Oberfläche verantwortlich. Die Kehrseite folgt mit Spiegeleffekten bei ungünstigen Lichtverhältnissen auf dem Fuße – ein bekannter Zwiespalt. Die Blickwinkel entsprechen dem Mittelmaß und verschlechtern die Sicht insbesondere von oben oder unten recht schnell, ein Filmchen zu zweit ist aber möglich. Das 16:9-Format dürfte vor allem den Videofans gefallen, mit den 1366x768 Pixeln können auch High Definition Filme in 720 p dargestellt werden. Die GMA Onboardgrafik nahm es im Test auch mit einem 1080p-Trailer im WMV-Format auf, wie wir ebenfalls bereits beim Asus UL50AG feststellen konnten.
Unterschiede zum Netbook: Laufwerk und zwei GB RAM
Dank des integrierten optischen Laufwerks mit Brennfunktion können die Lieblingsserien nicht nur von der 250 GB großen
Festplatte aus, sondern auch auf DVD angeschaut werden, was bei Netbooks nur mit einem externen Gerät möglich ist. Ein weiterer Unterschied zum Netbook zeigt sich beim
Arbeitsspeicher. Das EasyNote Butterfly xs liefert hier zwei anstatt nur ein Gigabyte (GB) RAM (DDR3) auf dem
Mainboard von Acer. Die Lautsprecher sind im Übrigen weder herausragend noch schlecht, für die musikalische Untermalung oder einen Film reichen sie aus, auf die höchste Stufe sollte aber lieber verzichtet werden. Wer einen guten Sound möchte, schnappt sich Ohrhörer.

Das Gehäuse des Packard Bell EasyNote Butterfly xs ist glänzend, innen wartet aber eine matte Oberfläche. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern bitte anklicken.
Akkuausdauer
Die Akkulaufzeit gibt Packard Bell mit 8 Stunden an. Aufgrund des inkompatiblen Steckers mussten wir mit dem Batteriefüllstand von 85 Prozent auskommen und konnten leider nicht die üblichen Akkutests durchführen. Hochgerechnet kamen wir auf eine Laufzeit von etwa 6 Stunden, wobei wir das Subnotebook auch mit anstrengenden Aufgaben wie Benchmark-Programmen und dem Abspielen von HD-Videos quälten. Bei der Textverarbeitung wechselte der Höchstleistungs- in den Energiesparmodus, der WLAN-Empfang war abgeschaltet und das Display durfte sich ab und zu ausruhen. Wer mit den Gerät nur einen Aufsatz tippt oder ein bisschen per Gigabit LAN oder WLAN 802.11 b/g/n im Internet surft, wird die Zeit ohne Netzstecker entsprechend verlängern können und wahrscheinlich auch die Herstellerangabe erreichen.