Nvidia komme mit der Produktion kaum hinterher, sagte auch Konzernchef Jen-Hsun Huang. Im vierten Quartal verdiente das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara unterm Strich 131 Millionen Dollar. Vor einem Jahr hatte Nvidia noch einen Verlust von 145 Millionen Dollar eingefahren, war zwischenzeitlich aber in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Umsatz legte um 9 Prozent auf 983 Millionen Dollar zu und soll im laufenden ersten Quartal auf diesem Niveau bleiben.
HP verkauft wieder mehr Drucker
Vor allem in Asien und Amerika berichtete HP-Finanzchefin Cathie Leslak von guten Verkäufen. Das Druckergeschäft sei so stark wie seit drei Jahren nicht mehr gewachsen, führte sie aus. Mit einem Umsatz von 6,2 Milliarden Dollar trägt das einst größte Standbein nur noch ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei, ist allerdings hochprofitabel. In Europa verzeichnete HP nur ein schwaches Wachstum.
In den vergangenen Wochen hatten sich bereits andere Technologie- Schwergewichte bärenstark präsentiert. IBM profitierte von seinem starken Service-Standbein, Apple von dem Erfolg seines
iPhone> und die Chiphersteller AMD und Intel von der sprunghaft angestiegenen Nachfrage nach Computern.
Das Geschäft mit Computern hat sich schnell von der Wirtschaftskrise erholt, weil vor allem Firmen zu Investitionen gezwungen sind. Über Jahre hatten sie die Anschaffung von neuen Geräten hinten angestellt. Der Trend hatte sich in der Krise noch verstärkt. Es bestand auch lange kein Grund aufzurüsten, auf vielen Rechnern läuft bis heute das im Jahr 2001 herausgekommene
Betriebssystem Windows XP. Der direkte Nachfolger
Vista fiel bei den Kunden durch. Seitdem Microsoft aber sein
Windows 7 veröffentlicht hat, steigen die Firmen um.
Auch Nvidia profitierte von dem neuen Betriebssystem, das grafisch mehr zu bieten hat als die Vorgänger. Die Konkurrenz ist aber stark: Ab Ende 2010 will Intel den kleinen Rivalen mit einer neuartigen Grafikchip-Entwicklung namens "Larrabee" frontal angreifen. Hauptrivale ist aber AMD, seit der Prozessorhersteller 2006 den Grafikspezialisten ATI übernommen hat. Mit Intel streitet sich Nvidia derzeit vor Gericht um gegenseitige Lizenzabkommen.
Hayo Lücke
/ dpa