Mittwoch, 17.02.2010 15:10

MWC: Alles dreht sich um Apps

aus dem Bereich Mobilfunk
Die Mobilfunk-Branche hat einen neuen Mittelpunkt gefunden. Alles dreht sich auf dem Mobile World Congress in Barcelona um die kleinen Softwareprogramme: Ob als unterhaltsames Gimmick auf dem Smartphone oder als praktische Anwendungen für Geschäftskunden, die mit einer Handbewegung eine Telefonkonferenz organisieren können. Den sogenannten Apps (Applikationen) kommt eine Schlüsselrolle beim Wandel des Mobilfunk-Marktes zu: Erst die Software macht mobiles Internet und Smartphones wirklich nützlich für ihre Besitzer.

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Alles neu in der Mobilfunkwelt

Die Applikationen krempeln die Mobilfunkbranche um von einem Medium der Sprachkommunikation zum Helfer in allen Lebenslagen. Es geht nicht mehr nur darum, den Weg zu finden, auch wenn Navigationshilfen unter den meistgenutzten Anwendungen sind. Handys können an der Haltestelle Bescheid geben, wann der nächste Bus kommt oder medizinische Daten übermitteln. Und dem Spieltrieb sind keine Grenzen gesetzt - manche Applikationen verwandeln das Telefon in einen virtuellen Golfkurs oder eine Angelrute, die nach animierten Fischen ausgeworfen werden kann.

Gemessen am Gesamt-Telekommarkt von rund rund einer Billion Euro ist das Apps-Geschäft noch klein. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz schätzungsweise bei 4,2 Milliarden Dollar. Das liegt auch daran, dass die meisten Apps kostenlos angeboten werden und sich zum Beispiel über Werbung finanzieren sollen. Doch in den nächsten Jahren erwarten Experten eine explosionsartige Umsatzentwicklung: Schätzungen reichen von 11 bis knapp 39 Milliarden Dollar bis Ende 2013.

Es ist nicht verwunderlich, dass alle in dem Markt mitmischen wollen, doch die etablierten Player der Branche, vor allem die Netzbetreiber, wollen sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen. "Es gibt genug Unternehmen da draußen, die den Kuchen des Telekommunikationsgeschäfts anknabbern wollen", sagt Deutsche-Telekom-Vorstand Guido Kerkhoff, der für das Europageschäft zuständig ist. Die Telekom will ihre Kunden auch in Zukunft an sich zu binden. Der deutsche Branchenführer fährt mehrgleisig und dockt an verschiedene App Stores an. Gleichzeitig macht sich die Telekom aber mit 24 anderen Netzbetreibern für gemeinsame Standards stark.

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