Die Sicherheitsexperten von AVG Technologies warnen vor infizierten Videodateien und falschen Codecs im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Das Unternehmen rechnet im Laufe des Großereignisses mit einem deutlichen Anstieg von Attacken über Videos und Livestream-Angebote.
Tödlicher Rodelunfall als Köder
Nach Erkenntnissen von AVG sei es Virenschreibern gelungen, bereits wenige Stunden nach dem tödlichen Rodelunfall am vergangenen Freitag aus Suchmaschinen-Anfragen wie "Video Schlittenunfall Olympia" Profit zu schlagen. Um das Unfall-Video abspielen zu können, seien arglose Anwender zur Installation einer scheinbar nicht vorhandene Software verleitet worden, die sich jedoch als Malware entpuppte.
Auf unzähligen Portalen sind Videos der Eröffnungsfeier, der spannendsten Medaillenkämpfe und Interviews zu finden. Mit der Nachfrage nach multimedialen Inhalten steige jedoch das Risiko, Opfer von
Internet-Kriminalität zu werden. Dabei besteht ein manipuliertes Video entweder aus einer infizierten Flash-Datei oder es ist so präpariert, dass es eine scheinbar nicht vorhandene Software zur Wiedergabe erfordert. Die Nutzer werden dann animiert, den angeblich benötigten Video-Codec herunterzuladen, wodurch sie allerdings ihren Rechner mit
Trojanern, Spyware, Rootkits oder anderer Malware infizieren.
Player stets aktualisieren
Ein manipuliertes Video fordert zum
Download einer Datei auf. Grafik: AVG
Um das Risiko einer Infektion so stark wie möglich zu reduzieren empfehlen die Sicherheitsexperten, stets einen aktuellen Player einzusetzen und sämtliche Updates zeitnah zu installieren. So sei es unwahrscheinlich, dass ein benötigter Codec zu einem legitimen Video nicht vorhanden sei. Zusätzlich könne der Einsatz eines Linkscanners dabei helfen, dubiose Download-Angebote und gefährliche Internet-Adressen bereits beim Aufruf zu enttarnen.