Dienstag, 16.02.2010 17:31

MWC: T-Mobile verspricht einfachere Datentarife

aus dem Bereich Mobilfunk
Auch die Deutsche Telekom will ihren Mobilfunk-Kunden mehr Transparenz bei Datentarifen bieten. Es könne nicht sein, dass Kunden, wenn sie mobile Datendienste im Ausland nutzen, mit der Rechnung eine böse Überraschung erlebten, sagte Telekom-Mobilfunkmanager Rainer Deutschmann am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Entwicklung gehe vor allem im Inland klar in Richtung Flatrates. Auch o2 hat angekündigt, günstigeres Daten-Roaming anbieten zu wollen.

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Qualität entscheidet über den Preis

In Zukunft werde der Preis der Datenpakete aber mehr und mehr von der Qualität der Dienste abhängen. "Wir werden unterteilen in 'gut', 'besser' und 'am besten'", sagte Deutschmann. Heißt im Klartext: wer beispielsweise über HSPA+ im Internet surfen will, muss dafür mehr bezahlen als jene, die nur UMTS-Verbindungen nutzen. Die Telekom bereitet sich wie andere Netzbetreiber auf eine steigende Nachfrage nach Datendiensten vor.

Besonders Anwendungen im mobilen Internet lassen die Datenmengen steigen. Bei Handy-Software (Apps) fährt T-Mobile mehrgleisig: Bereits am Montag hatte die Telekom gemeinsam mit mehr als 20 anderen Netzbetreibern eine Allianz für eine offene Applikations-Plattform geschlossen. Die Initiative kann als Gegenentwurf unter anderem zum iTunes App Store von Apple verstanden werden. Gleichzeitig will T-Mobile aber auch ihr Logo in verschiedenen App Stores wie Nokias Ovi-Plattform unterbringen und ihren Kunden die Möglichkeit geben, die Softwareanwendungen per Handyrechnung zu bezahlen.

Reiner Deutschmann Mobile World Congress 2010
Reiner Deutschmann von der Deutschen Telekom, auf dem Mobile World Congress. Bild: onlinekosten.de

T-Mobile USA sieht sich gut aufgestellt

Derweil sieht sich T-Mobile USA mit seinem UMTS-Netz bislang gut aufgestellt. "Mit unserem 3G-Netz sind unsere Kunden sehr zufrieden", sagte der Technikvorstand von T-Mobile USA, Cole Brodman. "Das heißt aber nicht, dass wir alle Probleme gelöst haben." 2009 sei eine große Herausforderung gewesen. T-Mobile USA ist die Nummer vier auf dem US-Mobilfunkmarkt und inzwischen eines der Sorgenkinder des Konzerns. Der einstige Wachstumstreiber der Telekom verlor zuletzt sogar Kunden. In amerikanischen Medien wurde vor kurzem über einen möglichen Börsengang der US-Tochter spekuliert. Gerüchte gab es auch über einen möglichen Einstieg von Google.
Hayo Lücke / Mit Material der dpa
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