Mit einer durchaus aggressiven Preispolitik ist es
o2 in den zurückliegenden Monaten gelungen, bei vielen Kunden nicht nur über das Sprachangebot o2 o zu punkten, sondern auch die Nutzung des
mobilen Internet preislich attraktiv zu machen. Doch das mobile
Surfen im europäischen Ausland war bisher immer ein sehr teures Vergnügen.
Teure Tarife im Ausland
Wer beispielsweise mit seinem o2-Handy in Spanien online geht, muss für 10 Kilobyte 9 Cent zahlen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die spanische Telefónica als Muttergesellschaft von o2 in Erscheinung tritt, sind derart teure Konditionen für viele Kunden nicht nachvollziehbar. Doch es naht Besserung.
Am Rande des Mobile World Congress verriet o2-Strategiechef Jens Prautzsch, dass es ab April neue
Roaming-Tarife geben wird, die das mobile Surfen im Ausland attraktiver machen sollen. Konkrete Details wurden noch nicht verraten, Prautzsch ist sich aber sicher, dass an den bisherigen Strukturen etwas geändert werden muss. "Es gibt hier noch viel Potenzial und das Thema ist nicht nur regulatorisch interessant", sagte der o2-Manager.
Alice bleibt Deutschland erhalten
Außerdem wurde verraten, dass das von o2 übernommene Geschäft von Hansenet und der
DSL-Marke
Alice zumindest mittelfristig nicht eingestampft wird. Bereits ab März werden in ausgewählten o2-Shops die ersten Alice-Produkte angeboten, kündigte Prautzsch an. Es müsse darum gehen, die Marke Alice ebenso wie die Marke o2 dafür zu nutzen, das Geschäft von Telefónica in Deutschland nach vorne zu bringen. Vertraglich ist es o2 dem Vernehmen nach gestattet, die Marke Alice über drei Jahre zu nutzen.