Navigationslösungen für Smartphones - die Schlacht um Marktanteile bei der Routenplanung auf dem
Handy-Display ist in vollem Gange. Die Branche um TomTom, Navigon, Garmin & Co. schockte im vergangenen Oktober die Ankündigung, dass
Google eine Gratis-Navigation für Android 2.0 Smartphones startet. Im vergangenen Monat wurde zudem bekannt, dass der
Routenplaner ovi Maps von Nokia künftig gratis angeboten wird. Auch der Mobilfunknetzbetreiber und
Internetanbieter o2 setzt jetzt auf Navigation: Auf dem Mobile World Congress teilte der Münchener Mobilfunkanbieter am Montag mit, dass das Navigationshandy
nüvifone A50 von Garmin-Asus exklusiv bei o2 erhältlich sein wird. Nun geht der
Mobilfunk-
Provider noch einen Schritt weiter.
Off-Board-System: Kartenmaterial wird vom Server nachgeladen
Ab Ende März finden alle o2-Kunden - egal ob mit Vertrag oder per
Prepaid-Karte - auf GPS-Handys eine eigene Navigations-Lösung vor. Mit der Navi-Software von Telmap, einem Anbieter von mobilen Kartografie- und Navigationslösungen, wird das Handy in ein vollwertiges Navigations-System verwandelt. Inklusive sein sollen aktuelle Verkehrsinformationen des ADAC in Echtzeit. Das Besondere: Auf dem Handy wird nur die Anwendung selbst installiert. Die Routendaten und das jeweils aktuelle Kartenmaterial werden dagegen laut o2 automatisch je nach Bedarf von einem
Server im
Internet heruntergeladen. Die Daten sollen stets auf dem neuesten Stand sein.
Telmap Navigation auf dem Android-Handy SonyEricsson Xperia X10. Bild: o2
Kostenfrage noch unklar
Das System soll Anwender Schritt für Schritt zum gewünschten Ziel lotsen - zu Fuß oder im Auto. Die Kartendarstellung erfolgt in 3D, Straßennamen werden sowohl angezeigt als auch angesagt. "Dank Telmap wird die Navigation auf dem Mobilfunkgerät denkbar einfach", so o2-Chef René Schuster. "Nutzer müssen sich damit nicht mehr selbst um lästige und teure Aktualisierungen für das umfangreiche Kartenmaterial kümmern. Zusätzlich erübrigt sich darüber hinaus die Verwendung mehrerer unterschiedlicher Geräte", so Schuster weister.
Zu eventuell anfallenden Kosten für die Nutzung der Navigations-Software wollte sich ein o2-Unternehmenssprecher auf Anfrage von onlinekosten.de derzeit nicht äußern. Details würden erst zum Start des Services im März bekanntgegeben. Kosten entstehen auf jeden Fall durch die Nutzung des
mobilen Internets für das Nachladen von Karten, falls kein entsprechender
mobiler Datentarif in Form einer
Flatrate gebucht wurde. Im Ausland würden außerdem Roaming-Gebühren fällig werden.