Freitag, 12.02.2010 11:11

Studie: "Geiz ist Geil" bremst mobiles Internet aus

aus dem Bereich Mobilfunk
Mobiles Internet ist zwar mittlerweile erschwinglich, aber eben in vielen Fällen nicht wirklich günstig - und damit offenbar am Zenit seiner Verbreitung angekommen. Zumindest unter den derzeit herrschenden Bedingungen und Kosten. Die Zahl der Nutzer stagniert seit 2009 jedenfalls: Heute wie vor einem Jahr surfen rund 7,7 Millionen Handybesitzer mobil im Web, so eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Accenture. Dies entspricht circa 17 Prozent aller Internetanwender. Befragt wurden rund 3.000 Onlinenutzer ab 14 Jahren in Deutschland durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 2010.

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"Rezession hat das Interesse gebremst"

Konstant geblieben ist mit 69 Prozent ebenfalls die Zahl der Netzaktiven, die ein internetfähiges Mobiltelefon besitzen. Der Markt wächst auffällig langsamer. Die Gründe hierfür sehen die Analysten von Accenture vor allem in der Wirtschaftskrise und der Kostenstruktur mobiler Webzugänge. "Die Rezession hat das Interesse der Verbraucher am mobilen Internetzugang gebremst", sagt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer Communications & High Tech bei Accenture. Deutlich zugenommen hat etwa auch der Anteil der befragten Nichtnutzer, denen Datenflatrates für unterwegs zu teuer sind – dieser stieg innerhalb eines Jahres von 22 auf 33 Prozent. Daher plädiert der Experte für neue innovative Tarifmodelle. "Anbieter mobiler Internetzugänge müssen 2010 ihren Kunden den Einstieg weiter erleichtern, mit Schnupperangeboten und transparenter Preisstruktur", so Mohr. Das persönliche Erleben entschärfe die Diskussion um den Mehrwert des mobilen Internets. Wer das Surfen unterwegs einmal kennen gelernt habe, mache es zu einem festen Bestandteil seines Alltags. "Das zeigen unsere Untersuchungen der vergangenen Jahre deutlich", betont der Accenture-Manager. Demnach setzt sich der Internetanschluss zum Mitnehmen schnell im Alltag der Verbraucher fest, die mit ihrem Handy online gehen. Offenbar ist innerhalb kürzester Zeit ein Gewöhnungseffekt zu beobachten: So greifen 43 Prozent der Mobilsurfer täglich bis mehrmals täglich mit ihrem Telefon auf Webdienste zu – im Vergleich zu 2009 eine Steigerung um 10 Prozent.

Steigerung bei sozialen Netzwerken und Videoportalen

Hohe Steigerungsraten verbuchen dabei soziale Netzwerke. Hier hat sich der Nutzungsanteil seit 2009 beachtlich erhöht. Gaben im Vorjahr noch 12 Prozent der Unterwegs-Verwender an, Facebook und Co. zu nutzen, sind es nun bereits 23 Prozent. Gleiches gilt für Videoangebote: 22 Prozent rufen Filme heute mit dem Handy ab (2009: 12 Prozent). Einen Grund für die verstärkte Nutzungsintensität sieht Mohr auch in der wachsenden Anzahl von Applikationen für Smartphones. Bereits 60 Prozent der befragten Mobilsurfer haben Apps auf ihrem Gerät installiert. Davon nutzen 19 Prozent vor allem die Programme, die ab Kauf auf dem Mobiltelefon vorhanden sind; 41 Prozent hingegen stöbern auch gern selbst online nach neuen Tools.

Apps gelten daher als einer der Wachstumsmotoren der Branche. "Wer in der mobilen Welt mitspielen will, sollte seine Angebote für so viele Entwickler wie möglich öffnen", empfiehlt auch Experte Mohr – und steht keinesfalls allein mit dieser Einschätzung. Selbst Weltmarktführer Nokia setzt mit der jüngst erteilten Freigabe des Symbian-Quellcodes mittlerweile auf die Kraft und Kreativität der Open Source-Bewegung.
Christian Wolf
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 das ist ja unglaublich, kann doch garnicht sein (16 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von chrisrohde am 13.02.2010 um 14:40 Uhr
 Abzocker ab an die wand.. Und tschüss :d (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Flitz Piepe am 12.02.2010 um 15:03 Uhr
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