Nun wollen wir den Blick auf die Performance in der Praxis richten. Der Akoya E54009 spielt seine Touch-Fähigkeiten nur aus, wenn Windows 7 in den Editionen Home Premium, Ultimate oder Professional als Betriebssystem installiert ist. Er wird über die USB-Verbindung automatisch als Touch-Gerät erkannt und kann direkt mit dem Finger oder Stift gesteuert werden. Wo der Zeiger genau auftrifft, zeigt ein dynamischer Kreis an, bei länger andauernder Berührung erscheint ein Ring – das Zeichen für den Rechtsklick. Das Stichwort Multitouch steht für Gesten mit mehreren Fingern, auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Fotos heran- oder wegzoomen, verschieben oder drehen. Wie Microsoft auf der Windows Touch Website mitteilt, verschmilzt auch das hauseigene Zeichenprogramm Paint mit der berührungsempfindlichen Steuerung und ermöglicht das Malen und Schreiben direkt am Bildschirm. Wer seine Eingabegeräte komplett verbannen möchte, kann auch die einblendbare Microsoft Tastatur und den Schreibblock mit Handschriftenerkennung nutzen. Dies klappte im Test sehr gut.
Mediensteuerung per Finger
Darüber hinaus wurde das Windows Media Center in den Windows 7 Editionen Home Premium und Ultimate auf Widescreen-Displays und Touchscreens optimiert. Das Stöbern durch die gespeicherten Fotos, Musikdateien und Videos wird so auf intuitive Weise ermöglicht. Die Touch-Funktionen machen Spaß und können auch die Arbeit mit Maus und Tastatur sinnvoll und zeitsparend ergänzen. Zwar ist es durch die sehr hohe Auflösung und die daraus resultierenden kleinen Symbole nicht für jeden einfach, das Gewünschte mit dem Finger zu treffen, der Stift ist aber präzise genug. Besonders leicht gehen das Scrollen in Dokumenten oder Websites, das Verschieben von Fenstern und das Streifen durch die Windows-Taskleiste mit den Miniaturen der Programme von der Hand. Volle Unterstützung beim Browsen liefert nur der Internet Explorer – dann trifft der Nutzer mit der Vergrößerungsfunktion auch die Links exakt. Schade, dass Microsoft das angekündigte Touch Pack noch nicht zum Download anbietet. Sobald dieses veröffentlicht wird, dürften noch ein paar kleine Spiele und praktische Anwendungen, die bereits durch den Touch-Tisch Surface bekannt geworden sind, für Auflockerung sorgen.
Alle Anschlüsse verstecken sich auf der Rückseite. Bilder: onlinekosten.de
Display im All-in-one-Look
Da der Monitor eher wie ein All-in-one-PC auf dem Schreibtisch thront, muss der Nutzer auf Bequemlichkeitsfunktionen wie eine Dreh- und Höhenverstellbarkeit verzichten. Diese gehören aber auch bei herkömmlichen TFTs nur ab einer gewissen Preisklasse oder bei Büromodellen zum Repertoire. Zur Anpassung ist eine Neigung um bis zu 20 Grad möglich, kleine Gummifüße halten das Display währenddessen auch auf Glasplatten fest.
Die üblichen Stellschrauben kann der Nutzer über das On-Screen-Menü ansteuern und dort zum Beispiel auf vorab eingestellte Modi mit warmen oder kalten Farben zurückgreifen oder alle Variablen manuell abändern. Wurde alles zur Zufriedenheit eingestellt, zeigt sich das Bild scharf und auch ausreichend kontraststark. Helligkeitsunterschiede sind mit bloßem Auge nicht erkennbar, lediglich im komplett abgedunkeltem Raum und mit einem schwarzen, bildschirmfüllenden Testbild sind oben und unten hellere Ränder durch die Beleuchtung zu sehen. Beim Anzeigen von Videos oder Fotos und auch im Office-Betrieb wirkt das Bild gleichmäßig beleuchtet. Die Blickwinkel sind groß genug, sodass auch mehrere Personen vor dem Bildschirm sitzen können. Da Medion sich für einen Hochglanz-Bildschirm entschieden hat, sind aber je nach Lichteinfall – vor allem bei seitlichem Blick – Spiegelungen erkennbar.