Zunächst will der Akoya E54009 aber aufgestellt werden. Eine Installationsbeschreibung liefert das bebilderte Handbuch, das zusammen mit vier Kabeln den Lieferumfang bildet. Neben dem Stromkabel gibt es eine USB-Leine, um die Touch-Funktion abzurufen, und ein Audiokabel, das die von der Soundkarte erzeugten Klänge an die beiden integrierten Lautsprecher weiterleitet. Diese klingen für ihre kleine 1-Watt-Leistung unerwartet gut, einen blechernen Netbook- oder Handy-Sound muss niemand befürchten.
Neigbarer Fuß mit Kabelführung
Das Bindeglied zwischen PC und Monitor bildet ein D-Sub-Kabel (VGA). Dass sich Medion für den analogen Eingang entschieden hat, macht stutzig. Zunächst stammen Touchscreen-Steuerung und Windows 7 aus einem Zeitraum, in dem schon viele Nutzer ihre Bildschirme via digitalem DVI oder zum Teil auch HDMI anschließen, darüber hinaus schreit die HD-Wiedergabe im 16:9-Format nach einer digitalen Signalübertragung, um Verluste zu vermeiden. Schuld ist offenbar der niedrige Preis.
Analog-Anschluss vs. HD & Reaktionszeit
Ein Adapter liegt zwar nicht bei, aber sollte das Gerät trotzdem an den DVI- oder HDMI-Ausgang der Grafikkarte angeschlossen werden, hebelt die analoge Ausgabe den besseren Effekt wieder aus. Wie die Bildqualität bei digitaler Übertragung aussehen würde, lässt sich daher nicht beurteilen. Dennoch muss festgestellt werden, dass für den Einsatzzweck des Monitors die analoge Technik noch ausreicht. Echte Film-Enthusiasten werden ihre Hollywood-Highlights wohl kaum auf einem Touchscreen und erst recht nicht auf einem PC-Monitor anschauen. Eine Videowiedergabe in der Pixelfülle, die Full HD bietet, bereitet erst auf noch mehr Zentimetern wahre Freude. Auch passionierte Computerspieler werden lieber zu besonders reaktionsschnellen Gaming-Modellen und weniger zu Touchscreens im Allgemeinen greifen. Passend dazu ein kleiner Exkurs zur Reaktionszeit, die Medion auf fünf Millisekunden (ms) beziffert. Theoretisch reicht dies für alle möglichen Anwendungen aus - Computerspiele mit extrem hohen Frame-Raten ausgenommen. Im direkten Vergleich mit einem LCD-Bildschirm mit einer kürzeren Schaltzeit von zwei ms ließen sich bei dem Medion Gerät mit einem Schlierentestprogramm bei 75 Bildern pro Sekunde die von passionierten Gamern gefürchteten Verwischungen erkennen. So bleibt als Zielgruppe der "Gemischtwaren"-Nutzer, der seine Fotos, Videos und Office-Tools mit einer Priese Multitouch würzen möchte.

Der Medion Akoya E54009: frisch ausgepackt und noch mit Schutzfolien. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern bitte anklicken.
Technische Daten
Da das Bild auf der TFT-Technik beruht, sind Werte wie die Blickwinkel quasi fest vorgegeben. Medion listet diese daher mit den üblichen 170 Grad horizontal und 160 Grad vertikal auf. Das Kontrastverhältnis liegt bei 1000:1, die dynamische Regelung verschafft den schwarzen und weißen Pixeln je nach Spiel- oder Filmszene auch einen Hell-Dunkel-Abstand von bis zu 60.000:1, verspricht das Datenblatt. Einen Spielraum ermöglicht die Helligkeit, die der Hersteller auf 300 Candela pro Quadratmeter beziffert. Moderne LEDs, die die Ausleuchtung und leider auch den Preis nach oben schrauben würden, sind noch nicht verbaut.