Die Großkundensparte der
Deutschen Telekom erweitert ihr neues Geschäftsmodell mit Dienstleistungen zu verbrauchsabhängigen Tarifstrukturen um weitere Dienste und SAP-Services. Auf der diesjährigen CeBIT präsentiert T-Systems erstmals komplette Anwendungen und
VoIP-Funktionen aus dem
Internet sowie flexible Web-Anwendungen für den mobilen Einsatz im Auto.
Flexibles Cloud-Computing
Über flexible Rechen- und Speicherleistung hinaus beziehen Unternehmen zunehmend auch weitere Dienstleistungen aus dem Netz. Wie T-Systems am Mittwoch mitteilte, wird das Unternehmen nun im Rahmen der "Dynamic Services" ein neues Serviceportal vorstellen, über das Kunden VoIP-Services und ganze SAP-Systeme nach Bedarf selbst bestellen können. Damit blieben den Unternehmen die Investitionen in eigene Telefonanlagen oder eine SAP-Infrastruktur erspart. Alle Leistungen sollen über das Internet ohne Wartezeit abrufbar sein und Menge sowie Dauer je nach Bedarf per Mausklick angepasst werden können.
Mit diesem Cloud-Computing-Modell erlangten die Kunden weltweit eine hohe Flexibilität in ihren Geschäftsprozessen, so Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems. Damit sei kein Kapital unnötig gebunden und die Infrastruktur wachse synchron mit den Anforderungen im Betrieb.
Apps fürs Auto
Eine flexible Nutzung von Internetfunktion im Auto sollen neue
Online-Applikationen von T-Systems ermöglichen, die den Nutzer mit privaten wie beruflichen Daten und Anwendungen verbindet. So ließen sich über die personalisierten Apps E-Mails im Auto empfangen, vorlesen und per Sprachaufnahme beantworten. Dank kombinierter Informations- und Kommunikationstechnik soll der Empfang selbst bei hoher Geschwindigkeit stabil bleiben. Die gemeinsam von Continental, den T-Laboratories und T-Systems entwickelte Lösung kann auf der CeBIT von Besuchern im Fahrzeug getestet werden.
Kundenpflege via Smartphone
Außerdem wird es nach Unternehmensangaben erstmals ein weltweit sicher nutzbares CRM-System (Customer Relationship Management) für die Kundenpflege über das Smartphone geben. Mit der von T-Systems, Sybase und SAP entwickelten Web-basierten Lösung blieben so beispielsweise beim Verlust des Gerätes alle Informationen im Rechenzentrum erhalten. Das Smartphone selber ließe sich zudem aus der Ferne in seinen Auslieferungszustand zurücksetzen.
Die Lösung "Sichere Mobile Kommunikation" (SiMKo 2) für den
Schutz der mobilen Datenkommunikation mit dem Smartphone hatte T-Systems bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt. Mehrere tausend Smartphones mit dieser Technik wurden vom Bundesinnenministerium für rund 350 Organisationen des Bundes bestellt.